Erstellt am 13. November 2015, 11:08

von Marlene Trenker

Liebe ist die beste Medizin. Die heurige Aufführung der Wientalbühne zeigt, wie wichtig die Liebe sein kann.

 |  NOEN, Trenker

Was die Liebe bewirken kann, wird derzeit bei der diesjährigen Produktion der Wientalbühne „Schöne Geschichten mit Papa und Mama“, unter der Regie von Helga Konwalinka, eindrucksvoll dargestellt.

Die Witwe Dolores Velasco (Helga Gugerell) und der Witwer Fernando Cano (Fritz Rosenberger) flüchten sich in Krankheiten, um Zuwendung zu bekommen. Beide sind Hypochonder, sehr zum Leidwesen ihrer jeweiligen Kinder Manuela Velasco (Martina Hoyer) und Ricardo Cano (Wolfgang Geiderer). Ihr Leben ändert sich, als sie einander bei einem Arztbesuch kennenlernen.

Die beiden unterhalten sich über ihre Krankheiten und ärgern sich über den vorigen Arzt, der ihnen einredete, es fehle den beiden an nichts. Der neue Arzt Dr. Enrique Bolt (Heinz Rotter) weiß, dass Dolores und Fernando körperlich gesund sind. Das Einzige, was ihnen zu schaffen macht, ist ihre Einsamkeit.

Romeo und Julia sind gealtert

Dolores und Fernando treffen einander heimlich und blühen merklich auf, schmieden Zukunftspläne und wollen sogar heiraten. Die „Krankheiten“ gehören längst der Vergangenheit an. Manuela und Ricardo sind jedoch gegen die Beziehung, finden Verliebtheit im Alter lächerlich. Sie verbieten Dolores und Fernando weitere Treffen, so ganz wie bei Romeo und Julia. Diese verfallen wieder in ihr altes Schema, und auch die Krankheiten kommen zurück. Um den Kontakt aufrechtzuerhalten, schreiben sie einander Briefe, die von den Kindern entdeckt werden. Diese befinden sich unterdessen selbst in einem Liebeswirrwarr, jedoch ohne dass Ricardo etwas davon mitbekommt.

„Die Illusion der Liebe ist doch immer noch die beste Medizin“ Dr. Enrique Bolt,Zitat aus dem Stück „Schöne Geschichten mit Papa und Mama“.

Nach ihrem ersten Treffen in der Arztpraxis haben Manuela und Ricardo, die beide Lehrer sind, beschlossen, eine eigene Schule zu gründen. Als Manuela den Brief Fernandos an ihre Mutter findet und sieht, wie sehr er sie verehrt, wird ihr klar, dass selbst nach wochenlanger Zusammenarbeit Ricardo sie kein einziges Mal bemerkt hat.

Ob die junge beziehungsweise die alte Liebe sich am Ende doch noch durchsetzen kann, wird noch an den nächsten beiden Wochenenden im Pressbaumer Stadtsaal gezeigt.

WEITERE TERMINE

  • 13. und 14. November jeweils Beginn um  20 Uhr
  • 15. November ab 18 Uhr
  • 20. und 21. November jeweils Beginn ab 20 Uhr
  • 22. November ab  18 Uhr


Karten sind erhältlich bei Martina Groll, Blumenladen beim Lindenhof ( 02233/56496 Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr; Samstag von 8 bis 12.30 Uhr.
Außerhalb der Öffnungszeiten des Blumenladens gibt es Karten unter ( 0664/8643210.