Mauerbach , Purkersdorf

Erstellt am 17. Oktober 2016, 15:58

von Beate Riedl

Betrüger am Werk - Polizei gibt Präventionstipps. Geld wechseln, „günstige Angebote“ oder Spenden – der Einfallsreichtum der dreisten Täter kennt keine Grenzen.

Polizei ermittelt weiter in mysteriösem Todesfall  |  APA

Er macht einen seriösen Eindruck, ist adrett gekleidet und sehr höflich - doch der Schein trügt: Schon drei Mal soll ein Mann in Purkersdorf ältere Menschen betrogen und ihnen Geld gestohlen haben. Seine Masche ist immer die gleiche: Er geht beim Friedhof herum und spricht seine potenziellen Opfer an, ob sie ihm Geld wechseln könnten. Wenn diese dann ihre Geldbörse öffnen, klaut er ihnen die Geldscheine. Dadurch konnte er bereits mehrere 100 Euro erbeuten.

„Der Mann mit südländischem Aussehen ist rund 1,80 Meter groß, hat kurzes, schwarzes Haar und spricht gebrochenes Deutsch“, beschreibt ein Polizist sein Aussehen und bittet zugleich um besondere Vorsicht. Verdächtige Vorfälle oder Wahrnehmungen seien auch umgehend der Polizei zu melden, „damit der Betrüger gefasst werden kann“, so der Polizist.

Polizei gibt Tipps als Prävention

Betrüger, die gutgläubige Menschen um den Finger winkeln, um Spenden bitten oder Geld wechseln wollen und dann mit viel Bargeld das Weite suchen. „Geschäftsmänner“, die ein unschlagbares, einmaliges Angebot für Ware oder Arbeiten machen, wobei aber oft minderwertige Materialien zu weit überhöhten Preisen verwendet werden – der Einfallsreichtum von Betrügern kennt keine Grenzen.

„Leider hatten wir in den letzten Wochen im gesamten Gerichtsbezirk, wenn auch nur ein paar wenige Fälle von derartigen Geschäften und Geldwechselvorfälle“, weiß der Purkersdorfer Sicherheitsgemeinderat und Mauerbacher Postenkommandant Roman Brunner. Nichts wird von den Betrügern unversucht gelassen, ihre Opfer hinters Licht zu führen. Dabei setzen sie auf die Leichtgläubigkeit der Menschen und sind Meister der Überredungskunst. „Sie wenden alle psychologischen Tricks an, um an Ihr Ziel zu kommen“, weiß der Experte.

Und Roman Brunner rät, genau zu hinterfragen, an wen oder welche Organisation die Spende geht. Auch bei Haustürgeschäften mit Billigangeboten sei besondere Vorsicht geboten. „Vermeiden Sie Geldwechselaktionen auf offener Straße oder öffentlichen Plätzen, wie Parkanlagen oder in der Nähe von Friedhöfen“, rät Roman Brunner.