Erstellt am 13. Januar 2016, 05:23

von Marlene Trenker

Nachruf : "Schwester Bertl" ist tot. Sie war lange Jahre in der evangelischen Pfarre Purkersdorf, aber auch in Pressbaum tätig. Nun ist Schwester Berta Schwiethal am 3. Jänner im Alter von 95 Jahren verstorben.

 |  NOEN, zVg

Die ehemalige Kinderschwester und Paramentenmeisterin Berta Schwiethal ist 95-jährig am Sonntag, 3. Jänner, in Eichgraben verstorben. Schwiethal, deren Arbeiten in vielen Kirchen in Österreich, Deutschland und Frankreich Gemeinden an die Zeit im Kirchenjahr erinnern, gehörte der Ökumenischen Schwesterngemeinschaft an.

Innerhalb dieses ökumenischen Kreises von Frauen entschlossen sich drei zu kommunitärem Leben. Ab 1959 im Küsterhaus bei der Evangelischen Kirche in Pressbaum und ab 1968 im Schwesternhaus neben der Michaelskapelle in Eichgraben wirkte Berta Schwiethal als Paramentikerin. Sie entwarf, zeichnete, stickte und webte
liturgische Tücher für Altar und Kanzel. Im Oktober 2014 zeigte eine Ausstellung im Gemeindesaal Eichgraben viele ihrer Arbeiten.

Tätigkeit in der evangelischen Pfarre

Die schon verstorbenen Schwestern Gisela von Heyden und Hildegard Iwan waren als Seelsorgeschwester beziehungsweise als Religionslehrerin und Gemeindeschwester im Bereich der Pfarrgemeinde Purkersdorf tätig.

Neben ihren beruflichen Tätigkeiten pflegten die Schwestern das tägliche Morgen-, Mittags- und Abendgebet, wirkten als Küsterinnen und Helferinnen. Mit Berta Schwiethal verstarb nun die letzte der drei kommunitär lebenden Schwestern.

Schwiethal lebte in den letzten Jahren allein, zuletzt liebevoll betreut von Pflegerinnen. „Die Kirche in ökumenischer Weite und die Gemeinden am Ort waren ihre Heimat“, heißt es in einem Nachruf der Pfarrgemeinde. „Schwester Bertl“ hinterlasse „eine Spur der Herzlichkeit.“

„Im ganzen Ort Eichgraben, im gesamten Gemeindegebiet der Evangelischen Pfarrgemeinde Purkersdorf war sie sehr beliebt und bekannt, ein bescheidenes, aber sehr deutliches Beispiel für gelebtes Christentum“, so der Nachruf.