Erstellt am 02. März 2016, 05:29

von Jacqueline Kacetl

Neue Tarife ernten Kritik.  Aufgrund der Erhöhung der VOR-Ticketpreise stellt Florian Ladenstein (Grüne) die Verkehrspolitik der Gemeinde in Frage. Bürgermeister Cech (ÖVP) weist die Kritik zurück.

 |  NOEN, zVg

Dass seit diesem Februar für die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel im Verkehrsbund Ost-Region (VOR) höhere Tarife gelten, stößt auf Kritik bei Gemeinderat Florian Ladenstein (Grüne).

„Die Kosten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel steigen beinahe jährlich“, sagt Ladenstein, der „leistbare und sinnvolle Alternativen zum Auto“ umgesetzt sehen will. Auf dem grünen Forderungskatalog stehen unter anderem die Ausweitung des Ortstaxis, lesbare Buspläne oder die Erschließung der Siedlungsstraßen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

„Laut Verkehrsexperten hat Gablitz eine sehr gute öffentliche Anbindung“, entgegnet Marcus Richter (SPÖ), Vorsitzender des Ausschusses für Straßen und Verkehr.

„Wir treffen aber den Bedarf.“

Kein Verständnis für die Kritik der Grünen an der Verkehrspolitik der Gemeinde hat Bürgermeister Michael Cech (ÖVP). Die Gemeinde unterstütze den „Ortstarif“ (90-Cent innerhalb der Gemeindegrenzen), und führe regelmäßige Befragungen der Ortstaxi-Kunden durch, ob eine Erweiterung des Fahrplanes gewünscht sei. Cech: „Wir treffen aber den Bedarf.“ In den Siedlungen werde es in nächster Zeit keinen Ausbau des öffentlichen Verkehrs geben. Im Gegensatz zu Wien gebe es dafür keinen „andauernden Bedarf“, meint Cech.

Der Verkehrsbund Ost-Region begründet die Erhöhung der Ticketpreise mit höheren Kosten aufgrund gestiegener Fahrgastzahlen. Es sei in die Verkehrsinfrastruktur, Fahrzeuge, Angebotserweiterungen und Taktverdichtungen investiert worden, heißt es von der VOR. Gestiegen sind die Preise von Wochen-, Monats- und Jahreskarten (ab 1. März) in Niederösterreich und im Burgenland. Die Tarife für die Kernzone 100 (Wien), Einzeltickets im VOR, das Jugendticket und das Top-Jugendticket bleiben gleich.