Erstellt am 08. September 2015, 14:53

von Martin Gruber-Dorninger

Neuer Zubau, neues Glück. Vor 30 Jahren startete Initiative für eigenes Gymnasium in der Stadt, ein großes Erfolgsprojekt. Neue Organisation der Oberstufe wird keine Probleme bringen.

WIPUR-Geschäftsführer Werner Prochaska, die Direktorin des BG/BRG Purkersdorf Irene Ille und Bürgermeister Karl Schlögl fühlen sich im neuen Kunst- und Kulturraum wohl, das sollen nun auch die Schüler machen.  |  NOEN, Gruber-Dorninger

Für die vielen Schüler begann am Montag wieder der Ernst des Lebens, die Ferien sind vorbei und der Schulalltag ist wieder angesagt. Für die Schüler des BG/BRG Purkersdorf gibt es aber eine Neuerung - der Zubau ist abgeschlossen und spielt alle Stückerl.

Rund 1.000 Schüler besuchen das Purkersdorfer Gymnasium, der daraus folgende große Raumbedarf führte schließlich seitens des Bundesministeriums für Bildung zur Entscheidung, diesen Zubau zu errichten. Das neue würfelförmige Gebäude bietet auf vier Ebenen Platz für sechs zusätzliche Klassen. Obendrein wurde im obersten Geschoß ein Kunst- und Kulturraum eingerichtet. „Der soll vielfältig genutzt werden. Für Theater, Ausstellungen und kleinere Veranstaltungen. Am ersten Schultag werden die neuen Schüler begrüßt“, erklärt Direktorin Irene Ille stolz.

„Der neue Kunst- und Kulturraum soll vielfältig genutzt werden. Für Theater, Ausstellungen und kleinere Veranstaltungen. Am ersten Schultag werden die neuen Schüler begrüßt.“ Irene Ille, Direktorin des BG/BRG Purkersdorf

„Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass es 1996 die richtige Entscheidung war, in Purkersdorf ein Gymnasium zu errichten. Mehr als 1.000 Schüler müssten sonst täglich nach Wien pendeln“, ist Bürgermeister Karl Schlögl über das Erfolgsprojekt erfreut. Der Zubau wurde von der WIPUR (Wirtschaftsbetriebe der Stadt Purkersdorf GmbH) gebaut. Die Brutto-Errichtungskosten belaufen sich auf rund 3,7 Millionen Euro und werden zur Gänze vom Bildungsministerium getragen.

Volles Haus im BG/BRG Purkersdorf

Insgesamt hat das BG/BRG Purkersdorf nun 22 Unterstufen- und 13 Oberstufenklassen. 85 Lehrer und sechs Praktikanten unterrichten derzeit im Gymnasium. „Der Zubau ist enorm wichtig für uns. Wir haben endlich keine dislozierten Klassen mehr, alles ist beisammen“, freut sich Ille.

Für das kommende Schuljahr erwartet die Direktorin keine überraschenden Neuerungen. Auch die Zentralmatura ist in Purkersdorf voll nach Plan verlaufen. „Schriftlich sind alle durch, mündlich müssen vier von 90 Schülern in den Nebentermin. Das ist ein großartiges Ergebnis“, so Ille. Dennoch gilt es, die Erfahrungen des Vorjahres in das neue Schuljahr mitzunehmen. „Ich war von beginn an von der Zentralmatura überzeugt. Durch verschiedene Medienberichte und kleine Pannen ist Verunsicherung bei Lehrern, Eltern und Schülern entstanden. Dem musste ich sorgsam entgegenwirken“, war Ille im letzten Schuljahr in heikler Mission unterwegs.

Neue Oberstufe sollte keine Probleme machen

Eine größere Herausforderung wird in den kommenden Jahren wieder auf Lehrer, Schüler und Eltern zukommen. „Die Oberstufe soll modularer organisiert werden. Um keine Überraschungen zu erleben, haben wir eine Art Denkergruppe zusammengestellt“, überlässt Ille nichts dem Zufall. Was dies genau bedeuten wird, ist noch nicht klar. „Wir werden jedenfalls bestens vorbereitet sein, wie bei der Zentralmatura“, so Ille. Die Denkergruppe soll alle möglichen Szenarien durchspielen. „Wir werden vorbereitet sein und die Neuerungen bestmöglich umsetzen, davon bin ich überzeugt“, streut Ille auch ihrem Team Rosen.

Und der Erfolg gibt ihr Recht, jedenfalls weiß auch Bürgermeister Karl Schlögl, was er an seiner Gymnasium-Direktorin hat. Am Montag eröffnete er gemeinsam mit Ille feierlich das neue Schuljahr.