Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:43

von Martin Gruber-Dorninger

Neues "Outfit" für die Stadt. Hauptplatz, Altenbetreuungs-Zentrum und eine Erlebniszone sind die Schwerpunkte.

Stadtrat Harald Wolkerstorfer und Bürgermeister Karl Schlögl präsentieren das neue Konzept zur Stadterneuerung.  |  NOEN, Gruber-Dorninger

Die Stadtgemeinde Purkersdorf zerbrach sich in den letzten Wochen und Monaten die Köpfe, wie sich die Stadt in den nächsten Jahren entwickeln könnte - es wurde das Projekt "Purkersdorf 2020" geboren. Gemeinsam mit den Bürgern wurde ein Konzept für die Stadterneuerung erarbeitet, die nun Schritt für Schritt in die Realität umgesetzt werden soll.

„Wie könnte die Stadt Purkersdorf 2020 aussehen?“, lautete eine in letzter Zeit oft gestellte Frage im Rathaus. „Wir waren bereits von 2005 bis 2010 bei der Stadterneuerung dabei, nun sind wir es von 2015 bis 2020 erneut“, erklärt Bürgermeister Karl Schlögl. Das Projekt ist vom Land Niederösterreich und der EU im Ausmaß von 20 bis 50 Prozent gefördert.

Der Hauptplatz wird zusätzlich belebt

Die wichtigsten Vorhaben sind 2016/17 die Umgestaltung des Hauptplatzes, die Parkgestaltung in der Bad-Säckingen-Straße, die Belebung des Schlossareals und Verbesserungen der Verkehrssituationen in der Kaiser-Josef-Straße und der Herrengasse.

Damit soll die Erneuerung aber noch nicht abgeschlossen sein. In einem zweiten Schritt ist die infrastrukturelle Ausstattung des Theaters im Steinbruch geplant sowie ein Altenbetreuungs-Zentrum beim derzeitigen AHS-Provisorium.

Betreutes Wohnen, ein Betreuungszentrum und ein lebendiges Miteinander sollen dadurch für die Purkersdorfer Pensionisten garantiert werden. Beim Thema „Hauptplatz“ geht Bürgermeister Karl Schlögl ins Detail: „Ein Kinderspielplatz soll entstehen, auch wollen wir bei der Bank-Austria-Filiale den Platz ein wenig offener gestalten.“

„Mit dem neuen Projekt der Stadterneuerung soll die Lebensqualität in Purkersdorf weiter verbessert werden.“ Bürgermeister Karl Schlögl

„Außerdem soll entlang des Wienflusses eine Erlebniszone entstehen. Wir wollen die Leute näher an das Wasser bringen und zwei Furten reaktivieren“, erläutert der Stadtrat für Wirtschaft und Fremdenverkehr, Harald Wolkerstorfer. Dies ist ebenfalls für 2017/2018 angesetzt, allerdings im Zuge eines Netzwerkprojektes. Radwege zum Wienfluss sollen auch die Lust auf den Drahtesel erwecken. „Gleichzeitig haben wir auch das Nextbike-Angebot erhöht“, so Wolkerstorfer.

Purkersdorfer Bahnhöfe sind andere Baustelle

Der Ausbau der Bahnhöfe Purkersdorf Zentrum und Unterpurkersdorf, dort sogar mit neuer Park & Ride-Anlage, soll ebenfalls in diesem Zeitraum umgesetzt werden. „Dies geschieht aber nicht im Rahmen des Stadterneuerungsprojektes, sondern in Zusammenarbeit mit der ÖBB“, betont Schlögl. „Mit dem neuen Projekt der Stadterneuerung soll die Lebensqualität in Purkersdorf weiter verbessert werden.“

Ende September fand eine Abschlussbesprechung bezüglich der Leitbilderarbeitung mit der politischen Steuerungsgruppe statt. Hier wurden die Ergebnisse von drei Workshops erörtert und mit den Plänen der Stadtgemeinde zusammengefügt. Der Beschluss des Stadterneuerungskonzeptes erfolgte bei der letzten Gemeinderatssitzung. Die Workshops setzten sich auch aus interessierten Bürgern Purkersdorfs zusammen.

„Es ist besonders wichtig, dass auch die Bevölkerung eingebunden wird, dadurch können die Bedürfnisse der Purkersdorfer gleich eingearbeitet werden“, ist Schlögl vom Konzept der Stadterneuerung überzeugt.