Erstellt am 06. April 2016, 07:24

von Maria Prchal

"Nie ans Limit gehen". Für eine unfallfreie Motorradsaison Maschine überprüfen lassen und die eigenen Fahrkünste nicht überschätzen.

Karl Diehl von den Health Angels lädt zur Ausfahrt für den guten Zweck.  |  NOEN, Gruber-Dorninger

Wer sicher in die Motorradsaison starten und wie Leo's Fahrschule-Chef Leo Nemec 42 Jahre unfallfrei fahren will, kann sich an ein paar Tipps halten. „An der Maschine selbst ist am wichtigsten den Reifendruck zu überprüfen. Man sollte aber in einer Werkstatt einen generellen Frühjahrscheck durchführen lassen, vor allem wegen den Bremsflüssigkeiten“, erklärt Nemec. Außerdem gelte es in Ruhe zu beginnen, da „der Asphalt oft noch nicht so den Grip hat“ und Schneeflecken oder Rollsplitt für eine erhöhte Sturzgefahr sorgen würden. Ins Besondere, da Motorradreifen generell auf sommerliche Fahrverhältnisse ausgelegt wären.

Beschleunigung wird unterschätzt 

Weiters wäre es wichtig, sich langsam wieder an das Fahren zu gewöhnen. Nemec rät: „Vor allem an die Beschleunigung, da man dazu tendiert hier von einem Auto auszugehen. Ein Motorrad hat aber sehr geringes Eigengewicht auf viel PS. Ich denke, dass die meisten Unfälle daher kommen, dass die Beschleunigung unterschätzt wird.“

Auch gefährlich wäre, dass Motorradfahrer eine viel geringere Blickangriffsfläche hätten und deswegen schlechter und später gesehen werden. Deswegen ist es wichtig, sich an die gesetzliche Vorgabe zu halten, stets mit Abblendlicht zu fahren.

Das bringt die Fahrschule natürlich auch ihren Schützlingen bei. Letztes Jahr haben rund 80 davon ihren Motorradführerschein ergattert.

Motorradfahren für den guten Zweck

Der Saisonstart lässt auch das Herz von Karl Diehl höher schlagen. Er ist Chef der „Health-Angles“. Diese organisiert Motorradausfahrten mit einem Nenngeld von 30 Euro. Alles was eingenommen wird, kommt dem guten Zweck zu gute. „Letztes Jahr haben wir beispielsweise Spenden für die Lepra-Hilfe in Senegal, für Ultraschallgeräte und generell für medizinische Geräte in Wiener Sozial-Einrichtungen gesammelt“, erzählt Diehl.

Dieses Jahr geht es am 25. Juli durch die Wachau zur Burg Leiben. Das Nenngeld wir für die medizinische Flüchtlingsbetreuung verwendet. Wer Interesse hat kann sich unter www.facebook.com/bikedocs/ informieren.

Bei seinen Fahrten kalkuliert Diehl immer das Risiko mit ein, dass man als schwächerer Verkehrsteilnehmer hat. „Meine Devise ist, nie ans Limit zu gehen. Deswegen hatte ich wahrscheinlich noch nie größere Unfälle“, meint Diehl, dass vor allem der fehlende Schutz gefährlich wäre, „man hat einfach nicht so viel Blech um sich herum.“