Pressbaum

Erstellt am 05. Dezember 2017, 11:05

von Birgit Kindler

18 Cannabis-Pflanzen für den Eigengebrauch angebaut. 34-Jähriger hat in Pressbaum 18 Cannabis-Pflanzen angebaut. Verkauft will er das Suchtgift aber nicht haben.

Cannabis war in doppelten Böden im Auto versteckt  |  APA (Fohringer)

Im schwarzen Anzug mit zurückgegeltem Haar sitzt ein 34-Jähriger vor Richter Martin Kühlmayer. Vorgeworfen wird ihm unerlaubter Umgang mit Suchtgift und Suchtgifthandel. In Pressbaum hat er in einer Indoor-Anlage Cannabis-Pflanzen angebaut. Diese Tatsache streitet der Österreicher beim Prozess am Landesgericht auch nicht ab. Gleich 18 Pflanzen – zwei verschiedene Sorten – hat er angebaut.

Ein halbes Kilo hat er von den Pflanzen abgeerntet, getrocknet und dann eingefroren. Was er vehement bestreitet ist, dass er das Gras auch verkauft hat. „Ich habe es nur für den Eigengebrauch angebaut“, so der 34-Jährige. „Warum haben Sie dann nicht nur eine Pflanze angebaut, sondern gleich 18?“, will Richter Kühlmayer wissen. „Das ist in der Anleitung so drinnengestanden. Ich wollte mir einen Vorrat anlegen“, beteuert der Angeklagte.

Aufzucht nach Anleitung

Aufgeflogen ist der Cannabis-Anbau, weil er von einem Zeugen in der Wohnung des Angeklagten entdeckt wurde. Ein halbes Kilo Cannabis hat der Zeuge der Polizei außerdem übergeben.

Der 34-Jährige versteht nicht, wie jemand seine Plantage entdecken konnte. „Es war nie jemand in der Wohnung. Sogar mein kleiner Sohn war nur in der Wohnung meiner Mutter, weil ich bei mir die Cannabispflanzen hatte“, bekräftigt der Angeklagte. Die Joints habe er damals geraucht, weil er private Probleme hatte. „Jetzt rauche ich nix mehr“, meint der 34-Jährige.

Die Verhandlung wird auf 17. Jänner vertagt. Jener Zeuge, der das Cannabis der Polizei übergeben hat, soll aussagen. Er befindet sich derzeit im Krankenhaus.