Pressbaum

Erstellt am 23. August 2017, 05:22

von Dolores Stuttner

Bausperre soll Bevölkerungswachstum stoppen. Die Stadtgemeinde Pressbaum will das rasante Bevölkerungswachstum eindämmen. Die 10.000 Einwohner-Marke will die Gemeinde vorerst nicht überschreiten.

Durch gezielte Planungsmaßnahmen soll Pressbaum künftig langsamer wachsen.  |  NOEN, Stadtgemeinde Pressbaum

Jeder neue Bewohner beschert einer Gemeinde finanzielle Einnahmen. Allerdings müssen für eine zugezogene Familie auch soziale Einrichtungen in Form von Kindergärten und Schulen sowie kostspielige Kanal- und Wasseranschlüsse zur Verfügung gestellt werden. Vor dieser Herausforderung steht zurzeit die Stadtgemeinde Pressbaum.

Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner will jeder Familie eine adäquate Infrastruktur zur Verfügung stellen.  |  NOEN

„Im Vergleich zu den umliegenden Orten stellen wir eine große Zuzugsgemeinde dar. Jedes Jahr werden in Pressbaum zwischen 30 und 50 Einfamilienhäusern errichtet“, beschreibt Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner die Entwicklung in der Gemeinde. Nun sollen gezielte Planungsmaßnahmen dazu beitragen, dass die Stadt mit ihren knapp 8.000 Einwohnern fortan langsamer wächst.

Raumplanung zur Steuerung des Zuzugs

Nicht nur zur Eindämmung des Bevölkerungswachstums, sondern auch zum Ortsbildschutz werden die Bauvorschriften verschärft. In einem Bebauungsplan will die Gemeinde festlegen, in welchem Ausmaß zukünftige Bauvorhaben vorzunehmen sind. So werden Großwohnbauten auf das Zentrum beschränkt, während in der Peripherie auch eine Ein- und Zweifamilienbauweise realisiert werden darf. Zusätzlich soll ein Baustopp den Zuzug einbremsen.

„Bereits seit mehreren Jahren ist in Pressbaum ein erhebliches Bevölkerungswachstum zu verzeichnen. Mit einer gezielten Bausperre soll dieser Trend wieder eingedämmt werden“, berichtet Schmidl-Haberleitner. Die Zahl von 10.000 Einwohnern will die Gemeinde nämlich vorerst nicht überschreiten. Vielmehr will sich diese darauf konzentrieren, ihrer Bevölkerung eine gute technische sowie soziale Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, um so einen hohen Lebensstandard zu gewährleisten.