Pressbaum

Erstellt am 07. April 2017, 05:57

von Sascha Harold

Bevölkerungszuwachs: 10.000 sind kein Ziel. Immer mehr Menschen ziehen nach Pressbaum. Die hohe Bautätigkeit führt im Rechnungsabschluss sogar zu einem Überschuss bei Kanal- und Wassergebühren.

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Schon seit letztem Jahr verzeichnet Pressbaum, trotz teilweisem Baustopp, einen großen Bevölkerungszuwachs. Der Rechnungsabschluss 2016 wies unter anderem wegen der hohen Bautätigkeit einen Überschuss bei Kanal- und Wassergebühren auf. Nun soll die Entwicklung aber langsam wieder abflachen. Finanzstadtrat Josef Wiesböck meint dazu: „Ich gehe davon aus, dass der Gipfel erreicht ist, es ist aber schwierig das abzuschätzen.“

In Teilbereichen bestehen in Pressbaum bereits Bausperren, um das rasante Wachstum abzubremsen. Ganz könne man Zuzug aber nicht steuern, meint Wiesböck. Neben der Budgetplanung spielt der Zuzug in Pressbaum vor allem für die Planung der Infrastruktur, wie etwa Kindergärten oder Schulen, eine große Rolle.

„Zielen nicht auf 10.000 Einwohner“

Die großen Flächenreserven der Stadt würden theoretisch weitere Wohnbauten ermöglichen, ab 10.000 Einwohnern bekäme die Gemeinde außerdem mehr Geld aus dem Finanzausgleich. Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner winkt allerdings ab: „Wir zielen nicht auf 10.000 Einwohner.“ Ziel sei vielmehr, die Ein- und Zweifamilienbauweise außerhalb des Stadtzentrums zu fördern.

Zudem muss Pressbaum derzeit etwa 100 Kilometer an Wasserleitungen und Kanalisation betreiben, was einen großen Teil des Budgets ausmache. Ein schnelles Anschwellen der Bevölkerungszahl von derzeit knapp 9.000 ist daher derzeit nicht zu erwarten.