Pressbaum

Erstellt am 25. April 2018, 05:17

von Beate Riedl

Ermittlungen laufen: Wilderer tötete Hirschkuh. Revierleiter fand totes Tier in einem Waldstück in der Pfalzau. Kollegen des Jägers dürften Tier nicht erlegt haben, also wurde Anzeige erstattet.

Symbolfoto: www.weingartner-foto.at

Den Frühling konnte eine Hirschkuh im Wienerwald nur kurz genießen: Die frischen Blätter, saftiges Gras, Knospen und frische Zweige ließ sich eine Hirschkuh im Wienerwald in der Pfalzau schmecken, als sie plötzlich von einer Kugel getroffen wurde. Ein Wilderer hatte das Tier erlegt, daraufhin suchte er das Weite und ließ es einfach liegen.

Förster Joachim Graf, der für das Forstrevier Breitenfurt zuständig ist, zu dem auch der Bereich Pfalzau dazugehört, entdeckte das Tier am Dienstag der Vorwoche in dem Waldstück. „Er stellte bei der Hirschkuh einen Einschuss fest, das Tier war bereits tot, als er es gefunden hat“, weiß Bundesforste-Pressesprecherin Pia Buchner. Der Förster kümmerte sich daraufhin um die Bergung des Tieres.

"Gerade jetzt ist wieder viel los in unseren Wäldern, es braucht sich wegen dieses Vorfalls aber niemand zu fürchten“

Nachdem abgeklärt worden war, dass keiner der Jäger das Tier erlegt und dann nicht mehr gefunden hatte, lag die Vermutung nahe, dass ein Wilderer in der Region am Werk war. Graf erstattete umgehend bei der Polizei Anzeige wegen Eingriffs im fremdes Jagdrecht, die die Ermittlungen aufnahm. „Dabei stellte sich auch heraus, dass ein Schuss gehört worden war“, heißt es von der Polizei. Die Bundesforste-Pressesprecherin gibt Entwarnung, dass so etwas im Wienerwald öfter passiert: „Das kommt sehr, sehr selten vor. Gerade jetzt ist wieder viel los in unseren Wäldern, es braucht sich wegen dieses Vorfalls aber niemand zu fürchten“, beruhigt Buchner, die hofft, dass der Fall aufgeklärt werden kann.