Michelhausen , Pressbaum

Erstellt am 12. August 2016, 05:12

von Doris Firmkranz

Mit Kurzfilm gut in Szene gesetzt. Junge Tullnerfelderin dreht einen Kurzfilm im Sacré Coeur für ein Diplomprojekt. Die Dreharbeiten sind bereits angelaufen.

Adriana Mrnjavac (Regie), Emilia Kerbler als Mia, Dominik Psenicka als Tim, Simone Hart (Kamera), Konstantin Kuch als (Leo) und Nicole Stigler (Aufnahmeleitung) sind ein gutes Team.  |  NOEN, Patrick Rieser

Wenn Adriana Mrnjavac dieser Tage „Klappe!“ ruft, will sie nicht etwa jemanden zum Schweigen bringen – sie steht als Regisseurin hinter einer Filmkamera. Das Drehbuch stammt von ihr, und sie ist auch Produzentin des Streifens.

Gedreht wird seit Ende Juli in und um Michelhausen sowie im Sacré Coeur in Pressbaum. Dort ist Adriana zur Schule gegangen. Die junge Filmemacherin sieht mit Spannung der Premiere des Streifens im kommenden Herbst entgegen. Geplant sind mehrere Aufführungen, aber auch die Einreichung bei verschiedenen Film-Festivals.

Die 19-jährige Michelhausenerin hat bereits ihre Ausbildung am Multimedia-College in Wien abgeschlossen. Der Kurzfilm mit dem Titel „Mia – a story about connection“ soll ihr das begehrte Diplom bescheren.

„Rückschläge brachten mich vorwärts“

Vor rund einem Jahr als Geschichte über eine Hundefreundschaft geplant, schwenkte Adriana auf die Schilderung der Beziehung einer Zwölfjährigen zu einem Jungen um, der am Aspergersyndrom leidet, einer Sonderform von Autismus. „Es musste sich erst so entwickeln und war mit etlichen Rückschlägen verbunden“, gesteht Adriana, „und obwohl dabei auch Tränen geflossen sind, habe ich doch wichtige Erfahrungen gemacht.“

Erfahrungen als Filmemacherin sammelte Adriana allerdings schon vor geraumer Zeit mit der Produktion von über einem Dutzend (Musik-)Videos. Ihre Talente sind breit gefächert. Sie zeichnet und malt seit dem Kindergarten. Später kam die Fotografie hinzu. Die verschiedenen Facetten ihres Schaffens seien ineinander verwoben und ergänzten einander, sagt die junge Künstlerin. „Dabei wurde ich stets von meinen Eltern gefördert. Vor allem von meinem Vater erhielt ich enorme moralische Unterstützung.“ Jetzt tendiert alles Richtung Film. Adriana: „Viel zu verdanken habe ich auch meinem Mentor Mathias Lefevre, meinem Dramaturgielehrer. Er hat mich motiviert, einen Kurzfilm mit Spielhandlung zu machen.“

Rund 20 Leute, die alle unentgeltlich für sie da sind, hat Adriana für ihr Projekt gewinnen können. Allen voran die beiden Hauptdarsteller, die 12-jährige Emilia und dern 11 Jahre alten Konstantin. Näheres ist unter mia short film auf facebook, instagram oder twitter zu erfahren.