Erstellt am 25. September 2015, 06:32

von Marlene Trenker

Steuer auf Schwarzgeld?. Gernot Kulis präsentierte seine „Kulisionen“ in der Villa Kunterbunt. Entstanden ist ein unterhaltsamer Abend mit einem Mix aus Alltagswahnsinn und dem Ö3-Callboy.

Gernot Kulis gastiert am Freitag, dem 27. Februar um 19.30 Uhr mit seinem ersten Soloprogramm "Kulisionen" im Schwechater Multiversum. Karten & Info: www.multiversum-sw.at  |  NOEN, Hans Leitner
Auf „Kulisionskurs“ war Kabarettist Gernot Kulis in der Villa Kunterbunt. Mit seinem Programm „Kulisionen“ gewährt er Einblick in seinen Alltagswahnsinn, und auch der Ö3-Callboy ist zu sehen.
Fußball ist für ihn ein wichtiges Thema. Er eröffnet damit, wie lange es schon her ist, dass Österreich bei einer EM dabei war. „Der Letzte, der das miterlebt hat, liegt tiefgekühlt in Südtirol“. Niederösterreich mag er auch sehr gerne. „Jedes Mal wenn ich hier bin, ist der Erwin Pröll Landeshauptmann. Er war schon Landeshauptmann, da war das Stift Melk noch ein Marterl.“

Auch das WIFI-Kursbuch amüsiert ihn sehr. Er erzählt von einem Mitarbeiter-Führungskurs für Ein-Personen-Unternehmen. „Das wär so, als wenn ein Humorkurs von
einem Deutschen abgehalten wird.“ Welchen Kurs Politiker dringend besuchen sollten, ist ein Englischkurs. „It‘s highest train“.

Raumstation auf einem Feld

Kulis hat sichtlich Spass auf der Bühne. Wenn man nicht das laute Gelächter aus dem Publikum hören würde, könnte man meinen, er hat von allen am meisten Spaß.
Er machte weiter mit ein paar Geschichten vom Ö3-Callboy. So rief er einmal als Fußballspieler beim Finanzamt an, um zu fragen, wie hoch die Steuer auf Schwarzgeld ist. Hat er denn schon je eine Aufstellung gemacht? „Nein, die macht immer der Trainer.“ Wann hat er den letzten Ausgleich gemacht? „Letzten Freitag, 1:1.“

Nach einem Lokalbesuch im Burgenland, wo ihm der Besitzer all seine Felder gezeigt hatte, rief er einige Monate später als Russe an. Die Raumstation MIR müsste auf einem seiner Felder landen. „Es sollte jemand dort sein, der russisch kann, falls sie aussteigen.“

Er erzählt zudem auch aus seinen Erfahrungen vom Tauchen. „Die Regel Nummer eins beim Tauchen ist, am Boot bleiben.“ Kulis erklärte noch die einzelnen Handzeichen, die unter Wasser gelten. Das Publikum musste raten. Das Zeichen für Hammerhai ist, beide Fäuste an der Vorderseite des Kopfes halten. „In Groß Gerungs hatte jemand Hirsch geraten. 20 Meter unter Wasser wird das ein bisschen schwierig“, zeigt sich Kulis amüsiert.