Gablitz

Erstellt am 11. November 2017, 05:38

von Marlene Trenker

Erwin Kiennast komponierte Universum-Soundtrack. Der Komponist Erwin Kiennast hat die Musik zu einer Universum-Produktion beigesteuert. Nun geht diese auf Sendung.

Erwin Kiennast ist der erste seit 600 Jahren, der mit den Mönchen musizieren durfte.Nestelberger  |  NOEN, Wilma

Es ist ein internationales Großprojekt mit langer Vorbereitungszeit, das dann schließlich in zweieinhalb Jahren umgesetzt werden konnte. Beteiligt war daran auch der Gablitzer Komponist Erwin Kiennast. In der Dokumentation „Brahmaputra – Der große Fluss vom Himalaya“ geht es um einen Fluss, der 3100 Kilometer lang, bis er auf den Ganges trifft, sämtliche Ökosysteme durchläuft und dabei das Klima in weiten Landstrichen um den Himalaya maßgeblich beeinflusst.

Der Brahmaputra fließt in Tibet auf 4.000 Metern Seehöhe. Dort leben Tiere, die nur im Bereich dieser Höhe leben können. Schließlich stürzt er in einer der tiefsten Schluchten der Welt. Er fließt dann auch durch urbane Gebiete.

„Es war für mich eine große Herausforderung, denn jeder Regisseur hat seine eigenen Vorstellungen"

Drei Regisseure waren an dem Projekt beteiligt: Heinz Leger, Klaus Feichtenberger und der Australier Jeremy Hogarth. Erwin Kiennast hat dabei jeden Regisseur in den einzelnen Abschnitten begleitet. „Es war für mich eine große Herausforderung, denn jeder Regisseur hat seine eigenen Vorstellungen. Ich musste mir da ein eigenes Bild machen“, erzählt Kiennast über die Schwierigkeiten des Projekts.

Erstmals seit 600 Jahren mit Mönchen musiziert

Er konnte mit Menschen interagieren und Bräuche miterleben, die dem herkömmlichen Touristen verborgen bleiben. „Ich war der Erste seit 600 Jahren, der mit Mönchen musizieren durfte“, so Kiennast. Im Zuge des Produktionsprozesses hat Kiennast sowohl mit indischen, als auch mit österreichischen Künstlern zusammengearbeitet. Bei der Musik wollte er neue Wege beschreiten. „Ich wollte eine Form der neuen Musik erfinden. Mir war wichtig die Stille, die rund um den Fluss herrscht einzufangen und das war schwierig zu finden“, so Kiennast.