Erstellt am 15. September 2015, 15:17

von Marlene Trenker

Der Naturpark wird 40. Am 26. April 1975 wurde der Naturpark Purkersdorf vom damaligen Obmann eröffnet. Am 19. September wird dies mit einem großen Fest auf der Kellerwiese gefeiert.

Einladung zum 40. Geburtstag des Naturparks Purkersdorf von Obmann Rudolf Orthofer sowie Susanne Käfer und Gabriela Orosel.  |  NOEN, Foto: Trenker
Am 19. September feiert der Naturpark seinen 40. Geburtstag. Obmann Rudolf Orthofer spricht von den Anfängen und wofür der Naturpark heute steht.
„Am Anfang stand die Idee des Landes, Naturparks zu schaffen. Eine Mischung zwischen Natur und Park. Also Natur, die den Menschen zugänglich gemacht werden kann“, erzählt Orthofer.

In Purkersdorf war der Gründungsobmann Kurt Schlintner. Zu Beginn standen die Naturparks unter einem guten Stern. „Das Land Niederösterreich hat generös gefördert. Mit der Zeit wurden jedoch die Basismittel immer weniger.“ Die Kürzung der Mittel hat auf beiden Seiten eine gewisse Sinnkrise ausgelöst: „Alle haben sich gefragt, wozu machen wir das? Brauchen wir Naturparks?“, sagt Orthofer und ergänzt: „In Purkersdorf merken wir aber nichts davon, da wir einer der kleinsten Naturparks sind.“

Hauptaugenmerk liegt bei Bildung

Purkersdorf mag zwar einen kleinen Naturparks haben, die Stadtgemeinde hat aber einen der meistbesuchten. „Grund dafür ist die Nähe zu Wien. Wir sind sehr attraktiv für Schulklassen, die einen Ausflug machen wollen.“ Schließlich wird das Hauptaugenmerk auf Bildung gelegt: „Wir haben derzeit ein Netzwerk von ungefähr zehn Waldpädagogen im Naturpark“, weiß Orthofer.

Auch in der Einstellung hat sich im Laufe der Jahre viel getan. „Früher wurde oftmals der Eindruck vermittelt, es sollte niemand den Naturpark besuchen, denn hier ist Natur, und die muss man in Ruhe lassen. In manchen großen Naturparks ist das heute noch so, aber nicht in Purkersdorf“, so Orthofer.

Der Naturpark Purkersdorf setzt generell auf Innovation. Dort ist auch der einzige „Blindenweg“ Österreichs zu finden, bei dem Sehbehinderten in Braille-Schrift erklärt wird, welches Naturschauspiel sich vor ihnen befindet. Das neueste Projekt ist der „Danebenweg“. „Als ich ein Kind war, gab es kaum Waldwege. Man hat sich irgendwo bewegt. Wir wollen das nun wieder fördern, da man abseits der Waldwege viel Interessantes findet.“

Geburtstagsfest als Fest für Familien

Das 40-Jahre-Fest soll ein Familienfest sein. „Denn die meisten Nachfragen haben wir von Jungfamilien, die ihren Kindern die Natur zeigen wollen“, sagt Orthofer. Mit dabei werden auch die Bundesforste sein, die seltene Tierarten präsentieren. Besonderes Highlight ist Erich Horns, der vor Ort ein Live-Kunstwerk gestalten wird zum Thema 40 Jahre Naturpark.

Zahlen und Fakten

Naturpark Purkersdorf:
Nach Schätzungen besuchen 30.000 bis 35.000 Menschen pro Jahr den 76 Hektar großen Naturpark. Die größte Attraktion sind die Tiere.

40 Jahre Naturpark:
Das Fest beginnt am 19. September um 14 Uhr auf der Kellerwiese. Ab 16 Uhr Führung zu den Highlights des Naturparks am Salamanderweg.
Um 17 Uhr Festakt mit Bürgermeister Karl Schlögl sowie Siegerehrung der Familienbewerbe.
Um 18.30 Uhr: Start in die Lange Nacht der Naturparke unter dem Motto „Der Fledermaus auf der Spur“