Purkersdorf

Erstellt am 11. April 2018, 05:30

von Martin Gruber-Dorninger

Jetzt reicht’s: Purkersdorf hat ein Würstel-Problem. Stadtgemeinde will ab sofort Sünder strafen. Drei Maßnahmen sollen Problem lösen.

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In Purkersdorf scheint bei manchen Hundebesitzern eine Krankheit ausgebrochen zu sein. Diese scheint den Bewegungsapparat von Herrl und Frauerl zu betreffen, denn ein Bücken nach den Ausscheidungen des Vierbeiners scheint unmöglich. Dies ärgert nicht nur Fußgänger, sondern auch „ordentliche“ Hundebesitzer.

Die Stadtgemeinde Purkersdorf geht nun gegen Trümmerl-Sünder offensiv vor und will auch Strafen verhängen.  |  NOEN, Gerti Schabas

„Danke, liebe Hundebesitzer. Sie machen damit allen ordentlichen Hundebesitzern das Leben schwer“, ist Gerti Schabas in einem Facebook-Eintrag außer sich. Darunter postet sie auch noch zwei Beweisbilder, von Exkrementen auf Gehsteigen.

„Ja, wir haben ein Problem mit den Hundstrümmerln“

Auch Bürgermeister Karl Schlögl gibt zu: „Ja, wir haben ein Problem mit den Hundstrümmerln.“ Dem will die Stadtgemeinde aber entgegen wirken. Die Firma Group 4, die in Purkersdorf mit der Parkraumbewirtschaftung beauftragt ist, wird künftig noch genauer auf „Würstelsünder“ achten.

 |  NOEN

„Wir haben festgelegt, dass ab sofort in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden, zweimal wöchentlich kontrolliert wird“, nennt Schlögl eine der Maßnahmen. Obendrein sollen auch streng Strafen ausgesprochen werden, die Herrl oder Frauerl schon einmal 36 Euro kosten können – für manche, wie Stadtamtsdirektor Burkhard Humpel „immer noch zu wenig“.

„Wir wollen uns anschauen, wie die Wiener das gemacht haben“

Auch für die Mitarbeiter des Bauamtes sei es, laut Schlögl, unzumutbar die Exkremente ständig aufheben zu müssen. Baudirektor Nikolaj Hlavka ist gerade dabei den Ankauf eines Fahrzeugs zu prüfen, das die Hundstrümmerl aufsaugen soll. Eine dritte Maßnahme betrifft das Umweltreferat. „Wir wollen uns anschauen, wie die Wiener das gemacht haben“, verweist Schlögl auf eine diesbezüglich recht erfolgreiche Kampagne des Wiener Rathauses.

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