Erstellt am 04. November 2015, 05:42

von Renate Hinterndorfer und Martin Gruber-Dorninger

Gericht bleibt, vorerst. Neulengbacher stellen Bemühungen für Aufwertung ihres Gerichts zurück. Schlögl zählt auf Bürgermeister in Nachbarschaft.

Eine Ausweitung des Neulengbacher Gerichtsstandortes ist derzeit kein Thema.  |  NOEN, Foto: Hinterndorfer
Durch die Neuorganisation des Bezirks Wien-Umgebung ist natürlich auch der Erhalt des Purkersdorfer Bezirksgerichtes wieder ein Thema. Zumal Purkersdorf zu St. Pölten-Land kommt und nur 30 Autominuten entfernt bereits in Neulengbach ein weiteres Bezirksgericht stationiert ist.

Die ursprünglich geplante Schließung des Purkersdorfer Gerichts hätte eine Aufwertung des Neulengbacher Gerichtsstandortes bedeuten können. Die Neulengbacher Gemeindeverantwortlichen haben sich daher bemüht, Räumlichkeiten für eine mögliche Ausweitung anbieten zu können. Vier Räume könnte man zur Verfügung stellen, das Museum im Gerichtsgebäude hätte einen anderen Platz bekommen.

„Das Purkersdorfer Gericht wird die nächsten
zwei, drei Jahre bleiben, wie es ist.“
Franz Wohlmuth, Bürgermeister von Neulengbach

Das Justizministerium wurde, wie berichtet, im Juni über diese Möglichkeit in Kenntnis gesetzt. Die Pläne sind aber bis auf Weiteres auf Eis gelegt. „Wir haben vom Ministerium die Infos, dass in den nächsten drei, vier Jahren sicherlich nichts passiert. Das Purkersdorfer Gericht wird die nächsten zwei, drei Jahre bleiben, wie es ist“, sagt Neulengbachs Bürgermeister Franz Wohlmuth auf NÖN-Anfrage.

Vom Justizministerium war dazu keine Stellungnahme zu bekommen. In Purkersdorf ist man zuversichtlich, dass das Bezirksgericht für längere Zeit gehalten werden kann. Bürgermeister Karl Schlögl zählt auf Unterstützung von den Bürgermeistern von Wolfsgraben, Tullnerbach, Pressbaum, Gablitz und Mauerbach.