Erstellt am 22. September 2015, 15:22

von Christoph Hornstein

SPÖ außer sich. Bezirksvorsitzender der SPÖ-Purkersdorf Christian Putz zur Bezirksauflösung: „Ist ein Beweis der Demokratie-Unfähigkeit Prölls.“

Fordert weitere Einsparungsmaßnahmen in Niederösterreich: SP-Bezirksvorsitzender Christian Putz.  |  NOEN, zVg, APA
Dass die Zerschlagung der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung wie eine Bombe eingeschlagen hat, bedeutet für den Bezirksvorsitzenden der SPÖ-Purkersdorf, Christian Putz, einen weiteren Beweis der Demokratie-Unfähigkeit des amtierenden Landeshauptmanns Erwin Pröll. Dazu Putz: „Niemand wurde im Vorfeld informiert, geschweige denn gefragt. Pröll hat mit diesem Alleingang alle Betroffenen völlig vor den Kopf gestoßen.“

Wie kurzsichtig diese Aktion für den SPÖ-Chef ist, beweisen die unzähligen Konsequenzen, die nun von Blaulichtorganisationen über Krankenhäuser und Spitäler bis hin zu Verwaltungsagenden zu tragen und koordinieren sind. „Wer hier von schnellem Kostensparen spricht, hat wohl wenig Ahnung von der Materie“, so Putz. „Vorerst entsteht eine Vielzahl an Kosten. Die Amortisation der Umstrukturierung wird allenfalls in den nächsten Jahrzehnten zum Tragen kommen,“ ärgert sich der SPÖ-Politiker.

Putz fordert weitere Maßnahmen

Nachdem nun jedoch die sprichwörtliche Katze aus dem Sack ist, fordert Putz eine konsequente Weiterführung der eingeschlagenen Richtung. Konkret erwartet er sich von Pröll, dass nun in weiteren Bezirkshauptmannschaften der Sparstift angesetzt wird. „Mit diesem einmaligen Schlag wird es nicht getan sein“, so Putz und abschließend: „Jetzt erwarte ich mir eine sachliche Diskussion darüber, wie NÖ in Zukunft zu administrieren ist und wo überall tatsächliche Einsparungspotenziale schlummern.“