Erstellt am 19. Oktober 2016, 05:00

von Martin Gruber-Dorninger und Renate Hinterndorfer

An einem Strang: Gemeinsam gegen Verlegung. ÖVP und SPÖ der Region sprechen sich für die Beibehaltung der Notarztstelle in Purkersdorf aus.

Die Regions-VP zeigt sich geschlossen Michael Strozer, Peter Buchner, Claudia Bock, Michael Cech, Josef Schmidl-Haberleitner, Johann Novomestsky und Andi Kirnberger (v. l.) und will den Standort Purkersdorf keinesfalls aufgeben.  |  privat

Die Purkersdorfer NÖN berichtete zuletzt, dass die Existenz des Notarztes am Purkersdorfer Standort möglicherweise gefährdet sei. Durch eine Neuausschreibung der Notarztversorgung des Landes Niederösterreich, könnten Standorte eingespart werden. Die Rede ist von einer Reduktion in ganz Niederösterreich.

Nun sind weitere Gerüchte aufgetaucht, wonach Purkersdorf und Neulengbach eingespart werden könnten, und dafür in Pressbaum eine Notarzt-Stelle geschaffen werden könnte.
Neulengbachs Bürgermeister Franz Wohlmuth hat davon vergangene Woche gehört. Für ihn steht fest: „Neulengbach wird den Notarzt sicher nicht kampflos aufgeben. Es kann nicht sein, dass wir das Bauernopfer sind.“ Dass an den Gerüchten gar nichts dran ist, glaubt er nicht: „Es ist etwas im Busch.“

Ähnlich schaut das offensichtlich auch in der Region Purkersdorf aus. Die Regions-ÖVP und auch die Regions-SPÖ wollen zwar parteiübergreifend an einem Strang ziehen, postierten sich aber mit ihren Parteiobmännern getrennt vor der Purkersdorfer Notarztstelle, um für den Verbleib in der Regionshauptstadt einzustehen.

Die Regions-SP zeigt sich ebenfalls geschlossen mit Reinhard Scheibelreiter, Wolfgang Braumandl, Christian Putz, Marcus Richter, Karl Schlögl, Viktor Weinzinger, Alfred Gruber, Erwin Hackl, Bernhard Hof, Christian Matzka und Michael Seda (v.l.).  |  privat

„Die Stelle gibt es seit 1996 in Purkersdorf. Seither wurden einige hundert Menschenleben gerettet. Eine Schließung der Notarztstelle würde vollkommen am Ziel vorbeiführen. Das wäre Sparen am völlig falschen Platz“, setzt sich Purkersdorfs Bürgermeister vehement ein.

Parteiübergreifende Übereinstimmung sieht der Gablitzer Bürgermeister Michael Cech in der Abstimmung mit Schlögl. „Für mich gibt es keine Alternative zum Standort Purkersdorf, dieser hat sich bewährt und sichert kürzeste Anfahrtszeit in alle Gemeinden“, so Cech. Pressbaum wäre für ihn keine Alternative: „Die Erreichbarkeit von Mauerbach ist in 20 Minuten überhaupt nicht gegeben.“

Dem stimmt auch Regions-VP-Obmann Michael Strotzer zu: „Aufgrund der Ausschreibungskriterien sehen wir auch, dass nur der bestehende Standort in Purkersdorf diese Anforderung für die gesamte Region erfüllt.“ Die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung haben oberste Priorität, gemeinde- und parteiübergreifend gebe es da keinen Zweifel und absoluten Zusammenhalt“, heißt es in einer Aussendung der ÖVP.

„Ich hoffe, dass alle Bürgermeister an einem Strang ziehen, die SPÖ ist geschlossen für die Beibehaltung des Standortes in Purkersdorf“, so Schlögl abschließend.