Erstellt am 05. April 2017, 06:00

von Martin Gruber-Dorninger, Sascha Harold und Lucia Scarpatetti

Debatte um Ertragsanteile: Ganz oder gar nicht. Der Blick auf die sogenannten Ertragsanteile lässt die Gemeinden der Region Purkersdorf erschaudern.

Geld  |  NOEN, Erwin Wodicka

„Wenn das so weitergeht, müssen wir dringend Sparmaßnahmen treffen“, sagte etwa Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl bei der letzten Gemeinderatssitzung. Im Vergleich zum Vorjahr fehlen Purkersdorf rund 300.000 Euro nach den ersten drei Monaten.

Ertragsanteile sind Steuereinnahmen durch den Bund, die auf Bund, Länder und Gemeinden aufgeteilt werden. Diese werden weniger, die Einbehalte jedoch mehr.

In Pressbaum gibt es derzeit etwa 1.500 Nebenwohnsitzer, wobei einige melderechtlich eigentlich ihren Hauptwohnsitz in der Stadt hätten. Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner: „Grundsätzlich gibt es in jedem Ort einen gewissen Prozentsatz an Zweitwohnsitzen. Viele sind in Wien hauptgemeldet, sind aber dann die meiste Zeit in Pressbaum, um auch die Vorteile des Landes NÖ zu nutzen.“

Pro Hauptwohnsitzer erhält Pressbaum etwa 800 Euro Ertragsanteile, für Zweitwohnsitze gibt es gar nichts. Ganz im Gegenteil: Infrastruktur wie Wasser und Kanal muss von den Gemeinden bereitgestellt werden, ohne dafür Geld zu bekommen.

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