Erstellt am 22. Mai 2016, 20:17

von Martin Gruber-Dorninger und Marlene Trenker

Region Purkersdorf einheitlich für Van der Bellen. In Purkersdorf erreicht Van der Bellen 61,8 Prozent, Norbert Hofer 38,2 Prozent.

Die Purkersdorfer FPÖ freut sich über ein starkes Ergebnis von Norbert Hofer  |  NOEN, Marlene Trenker
Das Wahlergebnis steht noch nicht gänzlich fest, eines jedoch ist für die Region Purkersdorf mit den Gemeinden Purkersdorf, Pressbaum, Mauerbach, Wolfsgraben, Gablitz und Tullnerbach, klar: Die Region steht auf Van der Bellen.

Sechs von acht Gemeinden im Bezirk, die den ehemaligen Bundessprecher der Grünen vor FPÖ-Kandidat Norbert Hofer haben, stellt der Gerichtebezirk Purkersdorf. Klosterneuburg und Leopoldsdorf haben sich ebenfalls für Van der Bellen entschieden. Die übrigen Gemeinden des Bezirks haben Norbert Hofer vorne.

„Der Wahlabend ist sehr spannend. Zu beobachten war, dass es immer einen Unterschied zwischen den Zahlen des Innenministeriums und des ORF gegeben hat“, erklärt FPÖ-Gemeinderat Martin Cipak in einem ersten Statement. Er wolle sich außerdem bei allen bedanken, die Norbert Hofer gewählt haben.  „Für mich war es nicht überraschend, dass in Purkersdorf Alexander Van der Bellen die Mehrheit hat. Am Montag wird man sehen, ob diese Stimmen verlorene oder gewonnene sind. Ich akzeptiere jedes Ergebnis“, so Cipak.

Freude überwiegt bei Purkersdorfs Stadträtin Christiane Maringer von der Liste Baum & Grüne: „Fast 62 Prozent für Alexander Van der Bellen sind eine tolle Sache. Das wird auch wieder frischen Wind in die Gemeindepolitik bringen. Die Menschen haben sich klar gegen eine Einkastelungspolitik ausgsprochen.“


Für Bürgermeister Karl Schlögl ist das Ergebnis in seiner Erwartungshaltung. „Österreichweit bin ich aber überrascht, dass es so knapp ist“, so Schlögl. Dass die Purkersdorfer Grünen das Ergebnis von Van der Bellen für sich vereinnahmen wollen, sei für Schlögl typisch. „Der Wähler entscheidet von Wahl zu Wahl. Vor knapp über einem Jahr habe ich in Purkersdorf 66 Prozent erreicht und die Grünen zwei Mandate verloren“, gibt der Bürgermeister zu bedenken.
 
Text: Martin Gruber-Dorninger, Marlene Trenker
Foto: Marlene Trenker
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