Erstellt am 13. Oktober 2016, 14:32

von Martin Gruber-Dorninger

Hilfsprojekt: „Wollte mich auch engagieren“ . Hannes Peschta hatte selbst 12,75 Dioptrien und ist nun Feuer und Flamme für ein einzigartiges Hilfsprojekt.

Patrick Hafner und Hannes Peschta legen sich für „Licht für die Welt“ ins Zeug. Am Freitag, dem 14. Oktober gibt es einen Vortrag und Kabarett, der das Wirken der Organisation erläutert und noch dazu Spaß macht.  |  NOEN

Vor einigen Jahren ging beim Purkersdorfer Hannes Peschta, praktisch gar nichts mehr. Er hatte Sehstärke + 12,75 Dioptrien und eine entsprechend dicke Brille, „das waren richtige Aschenbecher“, beschreibt er seine damalige Sehhilfe. Er musste sich operieren lassen und kam in Kontakt mit einem Augenarzt, der blinde Menschen in Äthiopien und Mosambik wieder sehend machte. „Als ich das gehört habe, wollte ich mich auch sofort für diese Organisation engagieren“, erzählt Peschta.

Er wollte nach Afrika und dort vor Ort den Menschen helfen. „Ganz egal, ob als Hilfsarbeiter oder was auch immer“, so Peschta. Da zu diesem Zeitpunkt aber kein Bedarf vor Ort herrschte, versuchte er zu Hause in Purkersdorf die Organisation „Licht für die Welt“ bekannt zu machen und die Leute dafür zu begeistern. Unter anderem organisiert er einen Vortrag&Kabarett-Abend im Purkersdorfer Pfarrsaal. „Das ist sicher keine Bettelveranstaltung. Ich will, dass sich die Leute dafür interessieren und sich dabei auch gut unterhalten“, erklärt Peschta.

„Ich wollte mich sofort für diese Organisation engagieren.“

Hannes Peschta

Im Zuge seiner Arbeit kam Hannes Peschta auch in Kontakt mit Patrick Hafner, einem Wahl-Mauerbacher. „Ich habe meine Lebensgefährtin Birgit Linke bei der Arbeit für ,Licht für die Welt’ kennengelernt. Sie stammt aus Mauerbach“, erklärt Patrick Hafner.

Patrick Hafner bei Patienten Augusto Tete in Mosambik.  |  NOEN, privat

Er selbst war schon einige Male in Afrika. „Es gibt fast nichts Schöneres als zu beobachten, wie ein vormals blinder Mensch nach der Operation die Augenbinde abnimmt und plötzlich wieder sehen kann“, so Hafner. Die Operation sei meist ganz simpel. „Ein Schnitt in die Hornhaut, dann wird der Linsenkern herausgenommen, eine neue Linse eingesetzt und schon ist das erledigt“, spricht Hafner von den Eingriffen.

Es gebe auch noch andere Ursachen für Blindheit als den Grauen Star. „Insgesamt gibt es 39 Millionen blinde Menschen, viele davon in ländlichen Gebieten, die sich nur noch kriechend durch den Alltag schleppen können“, führt Hafner aus. Eine weitere Ursache in Dritte-Welt-Ländern ist das Trachom. Ein Erreger ist für eine Bindehautentzündung verantwortlich. Dadurch wachsen die Wimpern in das Auge und zerkratzen mit der Zeit die Hornhautoberfläche.

„Mit einer 30-Euro-Spende kann ein Blinder sehend gemacht werden“, erklärt Hannes Peschta abschließend, ganz Feuer und Flamme für das Projekt.

INFOS

Was? Karl Straßer widmet einen Kabarettabend mit vielen Bildern im Purkersdorfer Pfarrsaal dem guten Zweck. Mit dem Programm „Atemlos Tag und Nacht“ versucht er dem Publikum, im wahrsten Sinne, die Augen zu öffnen. Der Eintritt beträgt eine freiwillige Spende. Anmeldung und Information zu diesem Abend unter ( 01/810 13 00.
Wann? Freitag, 14. Oktober, 19 Uhr