Erstellt am 20. Juli 2016, 05:26

von Martin Gruber-Dorninger

Rad-Netz: Für alle etwas dabei. Freizeitsportler können sich auf größeres Angebot freuen. Radwegnetz bis 2018 ausgebaut.

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Radfahren wird in der Region groß geschrieben. Nun steht die Realisierung eines lang gehegten Purkersdorfer Wunsches bevor, nämlich eine Radstrecke vom Karlsplatz bis nach Rekawinkel zum Wienerwaldsee. Doch nicht nur dieses Projekt macht die Region zu einem Radler-Eldorado, auch im Wienerwald selbst wird das Verlangen des Freizeitsportlers nach neuen legalen Strecken endlich gestillt, ein Trailpark wurde eröffnet.

Vor rund zwei Jahren drohte die Diskussion um die Nutzung von Fortsstraßen durch Mountainbiker österreichweit zu eskalieren. Klagen wurden eingereicht, es wurde demonstriert und gegenseitig gedroht. Ausgerechnet am Hotspot Österreichs für die Freizeit-Nutzung des Waldes, dem Wienerwald, wurde ein anderer Weg gegangen.

Statt Streit feilten alle gemeinsam an Idee

„Das hätten wir uns vor zwei Jahren nicht gedacht, dass wir einmal gemeinsam so ein Projekt eröffnen“, erinnert sich der Leiter des Fortsbetriebes Wienerwald Johannes Wimmer, der sein Büro in der Bundesforste-Zentrale in Purkersdorf hat. Anstatt zu streiten, habe man sich an einen Tisch gesetzt und die gegenseitigen Anliegen gehört. Dies bestätigt auch der Obmann des Vereins WienerWaldTrails Alexander Arpaci: „Der Trailpark Weidlingbach ist ein ungewöhnliches Gemeinschaftsprojekt, zu dessen Entstehung alle Interessensvertreter – von Grundeigentümern, Behörden und Tourismus bis hin zu Mountainbikern – beigetragen haben. Ein Beispiel für ein neues Miteinander.“ Startpunkt ist die Windischhütte. Von dort aus führt ein Wanderweg zum Startpunkt der beiden Mountainbikestrecken mit den Namen „Flow“ und „Fun“.

Größeres Angebot auch für Flachlandradler

Doch nicht nur für Abenteurer bietet die Region allerhand, das Angebot soll laut Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl und den Stadträten Christiane Maringer und Viktor Weinzinger auch auf der flachen Strecke massiv ausgebaut werden. Gemeinsam mit der Firma Kiener Consult wurde das Konzept „NÖ Radl Grundnetz“ erarbeitet. Die Stadtgemeinde Purkersdorf lässt sich das auch einiges kosten: „Bis 2018 werden Umbauten mit Gesamtkosten um die 700.000 Euro realisiert“, erklärt Bürgermeister Karl Schlögl. Darin enthalten ist ein Rad-Gehweg über den Christkindlweg, eine Umgestaltung des Kreuzungsbereiches Schöffelgasse/ Linzer Straße, ein Radweg entlang des des Baches in Verlängerung der Rechenfeldstraße sowie die Verbreiterung des Rad- und Gehweges entlang der B 44 und des Sportplatzes.

„Der Trailpark ist ein ungewöhnliches Gemeinschaftsprojekt, zu dessen Entstehung alle Interessensvertreter beigetragen haben.“
Alexander Arpaci

Außerdem erfordert das neue Radwegenetz auch eine Umstrukturierung im Bereich von der Post bis zum Hauptplatz. „Beim Bad werden wir auch einen sicheren Übergang machen müssen“, so Schlögl über die
Erweiterung des Radwegnetzes bis 2018.