Erstellt am 08. Juni 2017, 05:55

Zug: Resolution für Nachtfahrverbot. Gemeindevertreter setzen sich für einen Stopp lauter Lokomotiven und Waggons ein. ÖBB: „Wollen Verkehr leiser machen.“ Von Dolores Stuttner

Josef Schmidl-Haberleitner, Peter Grosskopf und Martin Michalitsch setzen sich für ein Nachtfahrverbot lauter Güterzüge ein. privat  |  NOEN, Josef Schmidl-Haberleitner, Peter Grosskopf und Martin Michalitsch setzen sich für ein Nachtfahrverbot lauter Güterzüge ein.

Die Stadtgemeinde Pressbaum hat mit Eichgraben einen engen Verbündeten, zumindest, wenn es um ein Nachtfahrverbot für lärmende Güterzüge sowie eine Verdichtung des Taktverkehrs zwischen Pressbaum und Neulengbach geht. Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und Gemeinderat Peter Grosskopf fordern nun eine Besserung.

Mit der Inbetriebnahme der Hochleistungsstrecke durch das Tullnerfeld wurde ein großer Teil des Güterverkehrs auf die hochmoderne Neubaustrecke verlegt. Alte Güterzüge und Lokomotiven fahren aber weiterhin durch das dicht besiedelte Wienerwaldgebiet. Dies soll, laut Gemeindevertretung, nun ein Ende haben. Zudem fordern Schmidl-Haberleitner und Grosskopf mehr Zugverbindungen und Halte für die Pressbaumer Bahnhöfe. Eichgraben hat, so Schmidl-Haberleitner, unter Federführung von Bürgermeister Martin Michalitsch, mit seiner Resolution die Probleme auf den Punkt gebracht: „Es ergeht auch von uns die Forderung an Bund und Land, diese Wünsche der Bevölkerung umzusetzen.“

Seit 2012 weniger Güterzüge in der Nacht

Zum Thema Lärm kontert ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif, dass die ÖBB vorhabe, den Güterverkehr durch Lärmschutzwände und neue Waggons stets leiser zu machen. „Gerade in der Nacht hat im Wienerwald der Nachtverkehr stark abgenommen. Zwischen 22 und 6 Uhr gibt es einen Rückgang von mehr als 70 Prozent, seit Eröffnung der Bahnstrecke über das Tullnerfeld.“

Außerdem sei seither auch der Personenverkehr im Wienerwald deutlich verbessert worden und es würden bereits mehr Züge fahren. Im neuen Fahrplansystem seien Taktzeiten bei den REX- und S-50 Zügen eingeführt worden. „Es ist aber erfreulich, wenn der Wunsch besteht, dass noch mehr Züge diese moderne Infrastruktur nutzen“, so Seif.