Erstellt am 16. März 2016, 05:04

von Jacqueline Kacetl

Robert Marschall: "Sieht sehr gut aus". Robert Marschall sammelt Unterschriften, um zu kandidieren. Welche Chancen rechnet sich der Gablitzer aus?

Robert Marschall: »Würde als Bundespräsident Neuwahlen veranlassen.«  |  NOEN, zVg

Robert Marschall ist Obmann der EU-Austrittspartei. Jetzt will er sich der Bundespräsidentenwahl am 24. April stellen. Um dafür antreten zu können, muss er bis 18. März bei der Bundeswahlbehörde 6.000 amtlich bestätigte Unterstützungserklärungen einreichen. Die NÖN sprach mit dem erklärten Elektrosmog- und EU-Gegner über sein Verständnis für das höchste Amt im Staat.

Bis zum Ende der Abgabefrist sind es nur noch wenige Tage. Werden Sie das Ziel erreichen?
Robert Marschall:
Es sieht sehr gut aus. Voraussichtlich werden wir die Unterschriften und den Wahlvorschlag schon früher einreichen. In Ostösterreich ist die EU-Austrittspartei für mich aktiv. In Westösterreich werde ich von unserem Bündnispartner, der Partei „Neues Freies Österreich“ unterstützt. Dann gibt es noch viele private Unterstützer, die keiner Partei angehören.

Was reizt Sie am Amt des Bundespräsidenten?
Österreich steckt in vielen großen Krisen. Es gibt Probleme mit Asylwerbern, Massenarbeitslosigkeit, den Kaufkraftverlust durch den Euro oder die massive Staatsverschuldung, um nur einige zu nennen. Dabei sieht man, dass die SPÖ-ÖVP-Koalition schon seit neun Jahren komplett versagt. Aktuelle Meinungsumfragen belegen, dass diese Bundesregierung von vielen Österreichern nicht mehr befürwortet wird.

Sie wollen ein Kandidat für alle EU-Gegner sein. Was sind ihre Hauptkritikpunkte?
Die EU schafft Probleme, die sie dann nicht lösen kann – etwa die Einladung an Zuwanderer und Asylwerber. Außerdem kann sie die EU-Außengrenzen offensichtlich nicht kontrollieren. Deshalb braucht es schon längst lückenlose und permanente Grenzkontrollen an den österreichischen Grenzen. Ich kritisiere auch, dass die EU hauptsächlich für Banken und Konzerne da ist, aber nicht für die Menschen und Völker Europas.

Was wären Ihre ersten Aktivitäten im Amt?
Nach der Begrüßung der Mitarbeiter würde ich die EU-Fahne vom Dach entfernen lassen. Gemäß Artikel 29 des Bundesverfassung-Gesetzes hat der Bundespräsident die Befugnis, den Nationalrat aufzulösen. Ich würde Neuwahlen veranlassen, damit das österreichische Volk neu entscheiden kann.