Erstellt am 08. Juni 2016, 05:35

von Claudia Stöcklöcker

Rumäne sackte Beute um 60.000 Euro ein. Weil Rumäne als Bauer kein Einkommen erwirtschaftete, machte er sich auf Einbruchstour. Nun muss er vier Jahre absitzen.

 |  NOEN, APA

Als Einbrecher reiste ein 42-jähriger Rumäne durch Österreich und machte Beute im Wert von 60.000 Euro. Am Landesgericht St. Pölten wird ihm nun der Prozess gemacht.

„Ich betreibe zu Hause eine Landwirtschaft mit Tieren, davon kann meine Familie nicht leben. Gelegentlich arbeite ich auch schwarz, Beruf habe ich keinen gelernt“, erzählt der 42-Jährige vorm Richter von finanziellen Nöten, gibt kriminelle Aktivitäten zu und erklärt: „Wegen der Menge an Einbrüchen kann ich mich aber nicht mehr an alles erinnern.“

Eine Vielzahl an Delikten

Laut Staatsanwaltschaft trieb der Einbrecher in den Jahren 2014 sowie 2015 hierzulande sein Unwesen. In Gablitz zwängte er einen Maschendrahtzaun auf und stieg durch das Fenster in das Vereinshaus der Hundeschule am Riederberg ein. Dort ließ er Getränke mitgehen.

In Großweikersdorf schlug er drei Mal in einer Nacht zu, besuchte dort einen Fleischhauer, ein Caféhaus und einen Friseur.

In Götzendorf brach der Langfinger in ein Café ein und ließ in Kittsee Fahrräder und Autoreifen mitgehen. Bei einem weiteren Coup ebendort stahl er Werkzeug aus einer landwirtschaftlichen Halle.

Im Waldviertel hatte der Mann kein Glück, dort musste er ob eines technischen Gebrechens in Haid sein Auto zurücklassen und wurde prompt geschnappt.

Für den 42-Jährigen setzt es vier Jahre hinter schwedischen Gardinen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.