Purkersdorf

Erstellt am 12. April 2017, 05:43

Cesare Bosseli: „Im Sommer ist Schluss“. Geschäftsführer Christian Schorm beklagt, dass Umsatz seit zwei Jahren zurückgeht. „Floralie“ könnte in Räume umziehen.

Christian Schorm wird im Sommer das Bosseli nach 29 Jahren mit treuer Stammkundschaft für immer schließen.  |  NOEN, Trenker

„Das passende Outfit für jeden Anlass“ – das war das Markenzeichen von „Cesare Bosseli“ in der Bachgasse. Im Sommer ist nun Schluss, denn Geschäftsführer Christian Schorm zieht die Reißleine.

„Seit zwei Jahren gibt es beim Umsatz einen Rückgang“, erzählt Christian. Die Stammkunden gab es immer, diese wurden aber über die Jahre immer weniger. Durch Aktionen und Aktivitäten hat Schorm versucht, den verlorenen Umsatz wieder zurückzuholen. Leider ohne den gewünschten Erfolg.

„Ich möchte stolz und aus freien Stücken aus dem Geschäft gehen, denn es waren schöne 29 Jahre.“ Christian Schorm, Geschäftsführer

„Ich möchte stolz und aus freien Stücken aus dem Geschäft gehen, denn es waren schöne 29 Jahre“, erzählt Schorm zu den Beweggründen der Schließung. Die kaufmännische Ehre lässt es nicht zu, das Bekleidungsgeschäft weiterzuführen: „Als Kaufmann muss ich zugeben, dass ich das Geschäft nicht länger aufrecht erhalten kann, schließlich muss ich auch Rechnungen bezahlen. Ich bestelle keine Ware, die ich dann nicht bezahlen kann.“

Die Sommerware wird noch verkauft: „Je nachdem, wie schnell diese weggeht, haben wir noch geöffnet. Bis in den Sommer haben wir weiter unsere gewohnten Öffnungszeiten“. Bis dahin wird ein Nachmieter für den „Herren-Teil“ gesucht, denn der ist Schorms Eigentum. Der „Damen-Teil“ gehört der Stadtgemeinde Purkersdorf.

Bereits Pläne für Geschäftslokal

Hierfür hat Bürgermeister Karl Schlögl bereits Pläne: „Wir werden dem Blumengeschäft Floralie anbieten in diesen Teil umzuziehen.“ Das dann frei werdende Geschäftslokal könnte dem „Gentile“ angeschlossen werden. „Wenn Christoph Karner mit seinem neuen Gasthaus mehr Platz brauchen sollte, könnte das Geschäftslokal erweitert werden“, erklärt Schlögl.