Erstellt am 29. April 2016, 05:04

von Jacqueline Kacetl

"Schnüffelei" bei Vereinen?. Aufregung bei den Vereinen um einen Fragebogen. Arbeitsgruppenleiter Hackl (SP) sind keine Beschwerden bekannt.

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Auf der Basis von in der Bevölkerung erhobenen Daten will die Arbeitsgruppe "Sport im Ort" einen Alternativvorschlag für eine neue Sportanlage in Mauerbach erarbeiten. In einem ersten Schritt wurden die Mauerbacher über ihre sportlichen Aktivitäten befragt. Ein weiterer, an die Vereine gerichteter Fragebogen stößt dort allerdings auf Unverständnis und Misstrauen.

Unter anderem soll darin neben der Mitgliederentwicklung sowie Zielen, Maßnahmen und Schwerpunkten auch die finanzielle Lage der Vereine offenbart werden. Erfragt werden etwa die Höhe etwaiger Mieten und die Zusammensetzung der Einnahmequellen.

"Ein Dutzend Beschwerden eingegangen“

„Als Ausschussvorsitzender für Kultur und Sport habe ich viele Kontakte zu den Vereinen. Bei mir sind schon rund ein Dutzend Beschwerden eingegangen“, erklärt Matthias Pilter (ÖVP). „Die Vereinsobleute beklagen, dass sie finanziell durchleuchtet werden und weigern sich, den Fragebogen auszufüllen. Das grenzt an Schnüffelei.“ Weiters würde der Fragenkatalog keinen sinnvollen Beitrag für die Erarbeitung eines Sportplatz-Projektes machen, sagt Pilter.

Arbeitsgruppenleiter Erwin Hackl (SPÖ) weist die Vorwürfe entschieden zurück. Ihm seien keine Beschwerden bekannt, so Hackl zur NÖN. Der Grund für die inhaltliche Struktur des Fragebogens sei die ungleiche Verteilung von Subventionen: „Bekommt ein normaler Verein nur rund 300 Euro im Jahr, hat der Fußballverein zwischen 2010 und 2015 über 105.000 Euro erhalten.“ Anhand der Informationen wolle man finanzschwachen Vereinen höhere Förderungen zukommen lassen.

Kulturverein KUKMI-Obfrau Renate Preiser hat dafür wenig Verständnis: „Ich empfinde das als Aushorchen des Vereins.“ Der Kulturverein werde keine finanziellen Informationen preisgeben, sagt Preiser.