Erstellt am 22. Januar 2016, 05:58

von Marlene Trenker

Schwelle oder Hindernis?. Eine Begegnungszone für die Fünkhgasse ist vom Tisch. Sachverständiger Roman Koselsky gibt eine klare Empfehlung für eine 30er-Zone. Probleme gibt es noch immer.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Die Fünkhgasse wird in Zukunft eine 30er-Zone. Vor eineinhalb Jahren stand noch eine Begegnungszone im Raum, was von der Mehrheit der Bewohner jedoch abgelehnt wurde.

Sachverständiger Roman Koselsky meint, dass eine Begegnungszone für die Fünkhgasse ohnehin nicht empfehlenswert sei. Eine 30er-Zone hält der Sachverständige als verkehrsberuhigende Maßnahme für angemessen. Ab der B44 bis zur NMS/HLW gibt es bereits eine 30-km/h-Beschränkung, die nun auf die gesamte Fünkhgasse ausgeweitet werden soll.

Parkende Autos in der Kurve

Ein Problem, das nach wie vor nicht gelöst ist, sind die parkenden Autos in der Kurve kurz nach den beiden Schulen. „Es ist nur Platz für ein Auto, um durchzufahren. Die parkenden Autos behindern die Sicht, so kann man nicht erkennen, ob von der anderen Seite ein Auto kommt“, beschwert sich eine Anrainerin. Roman Koselsky entgegnet, dass diese Autos ohnehin widerrechtlich abgestellt sind. „Laut StVO müssen bei Gegenverkehr mindestens zwei Fahrstreifen frei bleiben. Das ist an dieser Stelle nicht gegeben“, so Koselsky.

In weitere Folge soll nun die 30-km/h-Zone umgesetzt werden. Gekennzeichnet soll diese durch Schilder und Bodenmarkierungen. Gabionen (Steinkörbe) sollen „als bauliche Maßnahme“ dazu beitragen, die Beschränkung auf 30 km/h auch durchzusetzen.

Schwellen statt den Gabionen?

Die neue Geschwindigkeitsbeschränkung stößt bei den Bewohnern der Fünkhgasse zwar auf breite Zustimmung, die Gabionen sind vielen jedoch ein Dorn im Auge. Bodenschwellen wären für einige die bevorzugtere Wahl gewesen. Die Furcht des Verlustes von Parkplätzen ist zu tief verankert.

„Bauliche Maßnahmen sind verpflichtend, Gabionen sind die billigste Wahl“, so Koselsky. Woraufhin eine Bewohnerin die Idee ins Spiel brachte: „Man könnte die Gabionen ja einplanen und dann einfach ,vergessen‘, sie aufzustellen.“