Purkersdorf

Erstellt am 07. Februar 2018, 05:03

von Lisa Röhrer

Purkersdorf tanzt am Wiener Opernball . Styling-Expertinnen Martina Reuter und Eva Köck-Eripek werden Roben der Stars bewundern, während Clemens Schaller Purkersdorfer Lied anstimmt.

Für den Opernball im Vorjahr hat sich Eva Köck-Eripek extra eine Sondergenehmigung eingeholt: Als einzige Frau durfte sie dort einen Frack tragen. „Ich wollte neutral gekleidet sein, wenn ich die Kleider der anderen Gäste beurteile“, erklärt die Styling-Expertin und Imageberaterin. Im Bild mit dem Filmteam des ORF.  |  NOEN

Schulterfrei, viel Stoff und ein sinnliches Rot – so sieht die NÖN-Styling-Expertin Martina Reuter die Opernball-Gäste über das Parkett der Wiener Staatsoper schweben. Damit man auch bei den Tanzveranstaltungen in der Region, etwa dem Feuerwehrball im Purkersdorfer Stadtsaal, nicht in das Styling-Fettnäpfchen tappt, hat die Purkersdorferin, genau wie ihre Kollegin Eva Köck-Eripek, die passenden Mode-Tipps parat.

Dunkle Roben haben ausgedient

Für Martina Reuter bringt die aktuelle Ball-Saison allen Grund zur Freude. Denn eins ist sicher: Dunkle Roben haben ausgedient. In diesem Jahr wird vielmehr in floralen Prints im Dreiviertel-Takt getanzt. Neben der Trendfarbe Rot liegen auch Kleider in Silber, Roségold und Bronze voll im Trend.

„Metallisch anmutende Materialien greifen nicht nur bei der Daily Fashion um sich, sie sind jetzt auch in der Abendgarderobe angekommen“, erklärt Reuter, die darauf hinweist, dass glänzende Roben auf jeden Fall immer bodenlang sein müssen. „Die Schnitte sind im Moment absolut weiblich. Volants, Rüschen und weite Füllröcke in sinnlichem Rot sind bezaubernd“, schwärmt Reuter.

„Wichtig ist die Schnittführung“

Auf dem Opernball erwartet die Purkersdorferin außerdem Kleider in den Farben Aubergine, Rosé und Lila. Viele Stars setzen zudem bereits auf Kleider, die mehr verhüllen, als sie preisgeben. „Wichtig ist die Schnittführung“, gibt Reuter zu denken.

Das Make-up sollte dezent gehalten werden, um nicht von den funkelnden Kleidern abzulenken. „Rote Lippen dürfen natürlich gerne sein“, schmunzelt die Stylingsexpertin. Auch bei der Frisur wird in der aktuellen Saison etwas dicker aufgetragen. Die Haare werden momentan gerne auf große Wickler gedreht und voluminös getragen.

„Diesmal trage ich auf jeden Fall ein Kleid“

Unter die prominenten Gäste am Opernball mischt sich wie jedes Jahr auch Eva Köck-Eripek. In den Vorjahren hat die Purkersdorferin dort die Roben der Stars und Sternchen bewertet und die Moderation für den ORF übernommen. Das tut sie heuer zwar nicht, entgehen lassen will sich die bekannte Styling-Expertin und Image-Beraterin, die für ihre Jobs durch die ganze Welt jettet, das glamouröse Event dennoch nicht.

Das „Purkersdorfer Lied“ am Opernball

Sie erwartet dort ebenfalls rote Kleider, außerdem hofft sie auch die Trendfarbe 2018, Ultraviolett, schon an der einen oder anderen Dame zu entdecken. „Ansonsten wird man sicher auch viel Spitze und Pailletten sehen“, meint Eva Köck-Eripek. Welches Outfit sie selbst wählt, verrät sie noch nicht. „Diesmal trage ich aber auf jeden Fall ein Kleid“, schmunzelt die ORF-Moderatorin. Im vergangenen Jahr hat sie sich für einen eleganten Damen-Frack der Purkersdorfer Designerin Karin Weinhold entschieden, um bei der Bewertung der Roben der Ballgäste, die sie für den ORF machte, möglichst neutral gekleidet zu sein.

Designer Maurizio Giambra mit Martina Reuter beim Styling-Check für den Opernball.  |  NOEN, privat

Mit Mode weniger am Hut hat Clemens Schaller. Doch auch er freut sich darauf, sich für den wichtigsten Ball der Republik, schick machen und in den Smoking werfen zu können. Der Purkersdorfer wird mit seinem Trio heuer bereits zum zweiten Mal Wiener Lieder und Jazz im Café Oper zum Besten geben. Dass dort auch das beliebte Purkersdorfer-Lied erklingt, hält Schaller nicht für ausgeschlossen: „Wenn sich ein Purkersdorfer in den Saal verirrt, werde ich das Lied auf jeden Fall anstimmen.“

Der Purkersdorfer Clemens Schaller sorgt im Café Oper für die passende Musik. Mit seinem Trio spielt er dort Wienerlieder und Jazz.  |  NOEN, Ernst Jauck

Dadurch, dass Mundart-Lieder ohnehin auf dem Programm stehen, passe das gut dazu. Ansonsten erhofft sich der begnadete Musiker von dem Glamour-Event „viel Publikum und nette Stimmung“. Besonders nervös ist er vor dem Auftritt nicht. „Wenn plötzlich eine Kamera auf einen gerichtet ist, muss man sich schon sehr konzentrieren, ansonsten freue ich mich einfach auf den Auftritt.“