Erstellt am 17. Februar 2016, 05:54

von Christoph Hornstein

U4-Sperre - "Jetzt umsteigen". Verkehrsstadträtin kritisiert VP: "Teilsperre der U4 wird durch Verdichtung abgefangen. Kritik ist kontraproduktiv."

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Die Panikmache der ÖVP zur Teilsperre der U4 erweist sich nicht nur als falsch, sie ist auch kontraproduktiv“, nimmt Verkehrsstadträtin Christine Maringer Bezug auf eine Meldung der ÖVP letzte Woche in der NÖN. Anstatt den Menschen die Vorzüge öffentlicher Verkehrsmittel gegenüber der Nutzung des eigenen Autos schmackhaft zu machen, fordere die ÖVP ein weiters Mal die Schaffung neuer Park-&-Ride-Plätze in Purkersdorf ein: „Fragt sich halt, wo diese entstehen sollen. Öffentlicher, nicht verbauter Raum ist begrenzt in unserer Stadt und zu wertvoll, um ihn mit weiteren Autos vollzustellen.“

Wer mit S-Bahn oder Regionalzug in die Stadt fährt, ist von keinerlei Verkehrsbeeinträchtigungen betroffen. Im Gegenteil wird laut VOR derzeit noch darüber beraten, ob die Züge in der betreffenden Zeit verstärkt werden.

Wer in die Gegend zwischen Hütteldorf und Hietzing, und in Folge Schönbrunn, gelangen muss, werde von einem dichten Netz von Zusatzfahrten aufgefangen: Parallel zur U-Bahn wird ein Zusatzbus geführt, die Gelenkbusse fahren alle zwei bis drei Minuten. Für den innerstädtischen Verkehr werden die Straßenbahnlinien 49 und 52 und 58 verdichtet geführt, ebenso der Bus 51A von Penzing, führt Maringer weiter aus.

Keine Busspur für Zusatzbusse

Falsch sei, dass für die Zusatzbusse eine Busspur eingerichtet werde. Das würden sowohl VOR als auch die Wiener Linien bestätigen. Es wird also keine Fahrspur gesperrt, aber für den Bus werden günstigere Ampelphasen geschalten. Maringer: „Wer sich um die Kapazität der Straße Sorgen macht, sollte sich überlegen, dass mit einem einzigen dieser Busse 150 Menschen transportiert werden.“ Als Verkehrsstadträtin fordert Maringer die zuständigen Landespolitiker auf, zumindest in der Zeit der Sperre der U4 zusätzliche Fahrten für S- und Regionalbahn zu bestellen.