Erstellt am 15. Juni 2016, 05:15

Umbau geplant: Tür als Hindernis. Das Bildungszentrum ist für schwächere Personen ohne Hilfe nur schwer zu betreten. WIPUR verspricht neues Portal.

Die Eingangstür zum Bildungszentrum erweist sich als große Hürde für körperlich schwächere Personen. Umbau ist geplant.  |  NOEN, zVg

Die Mitglieder des KOBV (Behindertenverband Purkersdorf) streifen offenen Auges durch die Stadt und untersucht diverse öffentliche Gebäude auf „Barrierefreiheit“. Beim Bildungszentrum in der Schwarzhubergasse stießen sie dabei auf ein Problem.

Im neuen Bildungszentrum befinden sich Musikschule, die Bibliothek und viele andere Einrichtungen. „Die sollten allen Bürgern zugänglich sein. Bis zum Eingang ist auch alles behindertengerecht, nur sollte man bei der Eingangstür über außergewöhnliche Kräfte verfügen“, sieht der Obmann des KOBV Franz Barz hier eine unüberwindbare Hürde für Behinderte. Die Vorschrift (ÖNORM) sehe maximal 25 Newton vor. „Diese werden hier aber bei Weitem überschritten“, meint Barz. Während der Einschau konnten auch Kinder der Musikschule nur mühsam und fallweise mit Hilfe das Haus betreten. „Auch eine Mutter mit Kinderwagen war auf Hilfe angewiesen“, berichtet Barz und wendet sich an den Bürgermeister Karl Schlögl und die WIPUR (Wirtschaftsbetriebe der Stadt Purkersdorf GmbH), um diesen Missstand zu beheben.

WIPUR: „Umbau erfolgt in drei Monaten“

„Es besteht eine erhebliche Verletzungsgefahr, besonders bei Kindern und gehbehinderten Menschen“, appelliert Barz.

Die Antwort von Werner Prochaska, dem Geschäftsführer der WIPUR, fällt positiv aus: „Wir beschäftigen uns bereits seit einiger Zeit mit einer Verbesserung des Zutrittskomforts des Haupteingangs.“ Es werde dabei zu einem kompletten Austausch der Türkonstruktion kommen. Die Planungen für den Einbau einer leichten Glas-Alu-Konstruktion seien abgeschlossen. „Offen sind lediglich noch einige Abklärungen hinsichtlich des Sperrsystems. Unter Berücksichtigung der Lieferzeiten gehen wir davon aus, dass der Umbau in etwa drei Monaten erfolgen wird“, erklärt Prochaska.