Wolfsgraben

Erstellt am 26. August 2016, 04:16

von Maria Prchal

Gelebte Integration in Wolfsgraben. Die Familie Halak erfuhr von allen Seiten Unterstützung nach ihrer Flucht aus Syrien. Nun gab es ein Dankeschön.

Freiheit und Frieden für Syrien wünschen sich die Wolfsgrabner und die Familie Halak.  |  NOEN, privat

Selbst wenn Menschen den weiten Weg aus Syrien bis nach Österreich endlich hinter sich haben, stehen sie hier vor neuen Schwierigkeiten. Mit größten Verständigungsproblemen, ohne soziale Infrastruktur und oft mit beschränkten finanziellen Mitteln muss ein neues Leben in einem neuen Land bestritten werden. Hier kommt es auf das Engagement der Mitmenschen an.

Einige Gemeindebürger in Wolfsgraben bewiesen sich in dieser Hinsicht als echte Helden des Alltags, als sie die Familie Halak in ihrer neuen Heimat Wolfsgraben unterstützen.

Nach Flucht ins überfüllte Lager

Die Familie wurde nach ihrer Flucht aus Syrien zunächst ins überfüllte Lager Traiskirchen gebracht. Nächste Station sollte Wolfsgraben sein. Als wäre die Situation nicht schwierig genug, gab es in der Familie auch noch zwei Kleinkinder und Frau Halak war bereits hochschwanger.

Doch eine große Zahl an freiwilligen Helfern sorgte dafür, dass sich die Familie bald heimisch fühlte. Allen voran übernahm Sabine Maurer die Betreuung. Mit Händen und Füßen kommunizierte sie mit den Neuankömmlingen, organisierte das Notwendigste, zeigte Einkaufsmöglichkeiten und half gemeinsam mit Christiane Wihlidal bei unzähligen Behördenwegen.

Kurz nach Ankunft der Familie Halak in Wolfsgraben kam ein neuer Erdenbürger zur Welt.  |  NOEN

Unterstützung garantiert

„Für Lisa Rakos, unserer bekannten Hebamme, war es eine Selbstverständlichkeit, alles für die Geburt eines neuen Erdenbürger in Wolfsgraben zu arrangieren“, erzählt Renate Ott, bei der die Familie lebte. Zur Deutschhilfe kam Monika Maar ins Haus und viele weitere Engagierte brachten die Kinder in den Kindergarten und wieder heim. Unterstützung war durch Bürgermeisterin Claudia Bock, (Ex-)Vizebürgermeister Rothbauer, sowie durch Gemeinderätin Sabine Lechner garantiert.

Vor einem Monat zog die Familie nach Wien, vergaß aber nicht auf die Wolfsgrabener: Bei einem Buffett mit syrischen Nationalgerichten bedankten sie sich bei all ihren Unterstützern. Ott meint: „Dieser Nachmittag war gelebte Integration!“