Erstellt am 05. Mai 2016, 15:34

von Martin Gruber-Dorninger

Verein übernimmt Haus zum Lebensabend. Dorfgemeinschaft Breitenfurt errichtet an Standort in Purkersdorf 27 neue Wohnplätze für behinderte Erwachsene.

Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl verabschiedet die Leiterin Hermine Moser gemeinsam mit dem Vorsitzendes der Dorfgemeinschaft Breitenfurt, Michael Mullan  |  NOEN, zVg

Lange Zeit hieß es für die Mitarbeiter des "Hauses zum frohen Lebensabend" zittern um den Job. Was wird wohl passieren, wenn es das Haus nicht mehr gibt? Seit vergangener Woche ist es aber gewiss: Das Haus wird in einer anderen Form weitergeführt, die Mitarbeiter übernommen.

„Ich bin wirklich froh, dass sich jemand für das Haus zum frohen Lebensabend gefunden hat. Es wurde lang nach einem würdigen Nachfolger vom Mutterhilfswerk gesucht“, verrät Purkersdorfs Bürgermeister Karl Schlögl. Der neue Betreiber des Hauses ist der Verein Dorfgemeinschaft Breitenfurt.

27 neue Wohnplätze sollen entstehen

„Unser Haus gibt es bereits seit 20 Jahren, mit mittlerweile 95 Arbeitsplätzen für behinderte Menschen. Das Projekt ist sehr erfolgreich, wir wurden stets darum gebeten, unser Angebot zu erweitern“, erklärt Michael Mullan, Vorsitzender des Vereins Dorfgemeinschaft Breitenfurt. Im Haus zum frohen Lebensabend sollen 27 neue Wohnplätze entstehen. „Für erwachsene Menschen mit Behinderung“, so Mullan, der gleichzeitig verspricht, die sechs derzeitigen Mitarbeiter zu übernehmen.

Neben den Mitarbeitern werden auch die Gäste des Hauses noch weiter betreut. „Es handelt sich dabei um vier Personen, die natürlich hier bleiben dürfen“, will Mullan Aufregung vermeiden.

„Das Projekt ist sehr erfolgreich, wir wurden stets darum gebeten, unser Angebot zu erweitern.“ Michael Mullan, Vereinsvorsitzender

Ein Umbau soll auch schrittweise erfolgen. „Wir wissen noch nicht genau wann, wie oder wo, wir sind erst in der Planungsphase“, erklärt Mullan. Das Haus zum frohen Lebensabend wurde vom Mutterhilfswerk geführt und nun an den Verein Dorfgemeinschaft Breitenfurt kostenlos übergeben. „Ohne größere Auflagen“, bestätigt Bürgermeister Karl Schlögl, der die Gespräche seitens der Stadtgemeinde begleitete. Die Leiterin des Hauses, Hermine Moser wurde feierlich bei einem Essen verabschiedet.