Gablitz

Erstellt am 10. August 2016, 05:05

von Marlene Trenker und Jacqueline Kacetl

Zähes Ringen um einen Merkur-Markt. Raumordnung steht der Realisierung noch im Wege. Verhandlungen mit Land Niederösterreich bisher ohne Ergebnis.

Trenker

In einem Schlagerlied heißt es „Das alte Haus von Rocky Docky hat vieles schon erlebt“. Ähnliches trifft auch auf das Gebäude zu, in dem zuletzt der Zielpunkt einquartiert war. Den Löwa hat es erlebt, den KGM und vieles mehr. Vor einigen Monaten hing auch ein Adeg-Transparent am Gebäude, doch daraus wurde nichts. Nun soll ein Merkur einziehen, doch dies ist noch mit Schwierigkeiten verbunden.

Kein Gewerbe auf der „Grünen Wiese“

Die Gemeinde Gablitz ist mit dem Rewe-Konzern, zu dem auch Merkur und Billa gehören, in Verhandlungen getreten. „Die Gespräche liefen gut. Rewe möchte in der Region einen Merkur-Markt bauen, die Lage würde passen“, verrät Bürgermeister Michael Cech im NÖN-Gespräch. Das Problem dabei ist die Raumordnung, die bedarf nämlich einer Änderung. „Wir sind mit dem Land Niederösterreich in Verhandlung, um dieses Gebiet in ein Gewerbegebiet umwidmen zu können“, so Cech.

Da sich dieses Areal am Rande einer Gemeinde befindet, entspricht es nicht der Forderung des Landes nach einer Ortszentrumsverdichtung. „Kein Gewerbegebiet in der Grünen Wiese“, nennt sich das dann. Da die geografische Gegebenheit bei diesem Areal eine andere ist, sollte diese Forderung hier nicht zum Einsatz kommen, schließlich befindet sich das Gebiet genau an der Grenze zu Purkersdorf. „Wir haben unsere Argumentation gegenüber dem Land NÖ verdeutlicht, bislang aber noch keinen Erfolg erzielt. Es sieht so aus, als würde das noch eine längerwierige Angelegenheit“, will sich Cech dennoch nicht entmutigen lassen.

Den Umsetzungszeitraum für das Projekt schätzt Cech „aufgrund der erheblichen Investitionssumme für Rewe“ auf zwei bis drei Jahre. Die Vorteile für die Gemeinde seien „die komplette Neugestaltung des heruntergekommenen Platzes“ sowie eine „lange geplante Verkehrslösung“. Weiters würden mehr als fünfzig neue Arbeitsplätze entsprechende Steuereinnahmen in die Gemeindekasse spülen.