Erstellt am 06. November 2015, 10:52

von Christoph Hornstein

Jetzt mit Erfolgsgarantie. Am 4. November wird wieder der Gemeinderat entscheiden, ob das Gemeindamt in das „Automic“-Gebäude übersiedelt. Und diesmal nützt der Auszug nichts.

Claudia Bock zieht das VP-Projekt »Übersiedelung des Gemeindamts in das ,Automic'-Gebäude« durch.  |  NOEN, Foto: NÖN
Mit dem Auszug der Mandatare der Aktiven Liste und der Grünen aus der Gemeinderatssitzung verhinderten diese die Abstimmung über die Verlegung des Gemeindeamtes in das „Automic“-Gebäude. Jetzt wurde die nächste Sitzung anberaumt. Am 4. November wird der Schritt von der Mehrheit wohl beschlossen, auch wenn nicht zwei Drittel der Mandatare anwesend sind.

Die ÖVP will das Gemeindeamt in das frühere „Automic“-Gebäude verlegen. „Vorübergehend“, wie sie meint. Bürgermeisterin Claudia Bock verteidigt ihren Entschluss: „Es stimmt zwar, dass sich in einer Volksbefragung die Bürger dafür ausgesprochen haben, dass das Gemeindeamt im Zentrum bleibt. Das war aber 2012. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings nicht bekannt, dass dieser Bürokomplex eine Alternative zu den abgefragten Varianten wäre.“

Kein Wohnklotz statt Gemeindeamt

Dass das alte Gemeindeamt abgerissen wird, an seiner Stelle „Wohnklötze“ errichtet werden sollen – dafür gibt es laut Bock keine Pläne. „Die temporäre Übersiedlung des Gemeindeamtes wird auch von uns unabhängig von der Fortführung des Projekts ‚Gemeindezentrum‘ gesehen“, so die Bürgermeisterin.

Die ÖVP will mit der Übersiedlung auch das Projekt „Wirtschaftspark Wienerwald“, das mithilfe eines privaten Investors im „Automic“-Gebäude entstehen soll, unterstützen. Bock: „Die Unterstützung bei der Wiederbelebung eines Bürokomplexes mit einem klaren Konzept sollte kein Thema sein.“

So steht die Übersiedlung des Gemeindeamtes am 4. November wieder auf der Tagesordnung. Diesmal ist eine Zwei-Drittel-Anwesenheit der Mandatare nach der Gemeindeordnung nicht notwendig und der Beschluss daher auch nicht gefährdet.