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Wenn Milch krank macht

BAUCHKRÄMPFE / An einer Milchzuckerunverträglichkeit zu leiden ist oftmals eine Belastung. Betroffene müssen ihre Ernährung komplett umstellen, auf eine laktosearme oder -freie Kost.

Wer an einer Milchzuckerunverträglichkeit leidet, sollte besonders auf gesunde und bewusste Ernährung achten. FOTO: WODICKA
VON KATRIN GRUBER

Nach dem Genuss von Milch, Käse oder anderen milchzuckerhaltigen Produkten: Bauchkrämpfe, Blähungen, Übelkeit und Durchfall …
Der Grund dafür könnte eine Milchzuckerunverträglichkeit sein. Etwa 15 Prozent der Österreicher leiden darunter. „Doch die Dunkelziffer ist höher“, weiß Barbara Länger, Diaetologin am Landesklinikum Mostviertel Melk. Denn viele wissen oft gar nicht, dass sie an einer Laktose-intoleranz leiden.

Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit fehlt das Enzym Laktase. Die Laktase spaltet den Milchzucker im Dünndarm in zwei Zuckermoleküle. Ist die Laktase zu wenig oder gar nicht vorhanden, kann der Milchzucker nicht gespalten und somit auch nicht verdaut werden.

Trinken, testen und danach die Ernährung umstellen
Diagnostiziert wird eine Laktoseintoleranz meist durch den so genannten H2-Atemtest. Dabei muss der Patient auf nüchternen Magen eine Wasser- Milchzucker-Mischung trinken. Anschließend wird in regelmäßigen Abständen der Wasserstoffgehalt in der Ausatemluft gemessen. Steigt dieser stetig an, liegt eine Laktoseintoleranz vor.

MEHR INFOS
  • Bücher: M. Ledochowski, E. Fassl-Garbani, B. Datta, „Milchzuckerarm kochen“, Krenn Verlag, 96 Seiten & M. Wolzt, J. Ring, S. Feffer-Holik, „Gesund essen & trotzdem krank“, Verlagshaus der Ärzte,
    120 Seiten.
  • Broschüre: Allergiebroschüre, Arbeiterkammer NÖ: www.aknoe.at (Broschüren – Konsument).
  • Plattform: www.laktobase.at
  • Egal um welche Art von Milchzuckerunverträglichkeit (angeborene, erworbene oder vorübergehende) es sich handelt, es ist empfehlenswert, auzutesten wie viel Laktose man verträgt. Denn hält man sich nicht an die milchzuckerarme oder laktosefreie Diät, kann dies durchaus zu Folgeschäden führen. „Durch die übermäßige Laktosezufuhr wird der Darm stark belastet“, warnt Länger, und es kann zu einem Nährstoffmangel kommen.

    Da Milch und Milchprodukte die wichtigsten Kalziumlieferanten sind, sollten laktoseintolerante Menschen besonders auf eine gesunde und bewusste Ernährung achten. Gute Kalziumlieferanten sind Gemüsesorten wie etwa Brokkoli, Fenchel und Spinat oder auch kalziumhaltiges Mineralwasser.
    Achtung: Milchzucker ist nicht nur Hauptbestandteil von Milch und Milchprodukten, auch viele Fertigprodukte, Wurst und sogar Medikamente können Laktose enthalten.






     
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