Erstellt am 28. Juni 2016, 09:17

von Christine Haiderer

Fruchtig, frisch und eisig. Eis-Kreationen gibt es in NÖ auch vom Bauernhof. In vielen Sorten – von Vanille bis zu Pistazie mit Salz.

Oksana Kuzmina/Shutterstock.com, Oksana Kuzmina/Shutterstock.com

Mit Milch von den eigenen Kühen wird am Biobauernhof Hansinger in Petersberg bei Kilb Eis hergestellt. Alle Zutaten kommen aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft. Es gibt keine künstlichen Zusatzstoffe. Und: „Wir arbeiten reife Früchte hinein“, verrät Anneliese Hansinger. „Das schmeckt man auch, sagen die Kunden.“

Welche ihrer 45 Vollmilch- sowie Fruchteis-Sorten ihr gerade am besten schmeckt, das zu entscheiden, fällt ihr schwer. Vielleicht weiße Schoko crispy. Oder Haselnuss. Es kommen aber auch stetig weitere hinzu. „Wir probieren immer was Neues.“

Beliebt sind Vanille, Erdbeere und auch Haselnuss. Hansingereis gibt es übrigens auch im Winter. Wie etwa Maroni, Apfel-Zimt oder Apfelstrudel. Für Weihnachtsfeiern zum Beispiel oder weil Wirte es bestellen. Apropos, neben der Gastronomie gibt es das Eis der Familie Hansinger auch in verschiedenen Hof- und Bioläden.

Mit dem Eismachen begonnen haben Anneliese und Herbert Hansinger mitten im niederösterreichischen Alpenvorland aufgrund des Sommerlochs.

Die Ferien der Schule als Inspiration

Der Familienbetrieb produziert auch Frischmilch, Joghurt, Topfen usw. und beliefert Schulen mit Milchgetränken. Da im Sommer Schulen geschlossen sind, war man auf der Suche nach einer neuen Idee. In Kombination mit dem Umstand – „Mein Mann isst besonders gerne Eis“ – wurde die Idee Eis geboren.

Ein solches Sommerloch war auch bei Andrea und Georg Blochberger aus Krumau in der Buckligen Welt damals der Auslöser, mit der Eisproduktion zu beginnen. Mittlerweile haben die Eis-Greissler Eis-Geschäfte in Wien, Graz, Klagenfurt und Wiener Neustadt. Und: Im Frühling wurde ihre Manufaktur am Hof eröffnet. Hier können Eis-Fans von Montag bis Samstag (am Samstag sollte man reservieren) bei Führungen miterleben, wie Eis produziert wird. Und dann vielleicht eine der neueren Sorten probieren. Wie etwa gesalzene Pistazie. Oder man lässt sich Joghurt-Heidelbeer auf der Zunge zergehen.

Im Frühling gab es Honigblüten (mit Honig und Blüten von Sonnentor). Und im Herbst, wenn „viele Früchte reif sind“, so Georg Blochberger, wird die steirische Kiwi locken. Und Kriecherl. Und Ringlotten … Auch beim Eis des Eis-Greisslers schmeckt man, woher das Eis kommt. „Wir haben die Milch tagesfrisch bei der Hand. Das merkt man. Das merken die Kunden“, so Georg Blochberger.

Eis vom Hof gibt es unter anderem auch von der Familie Gebetsberger in Stephanshart im Mostviertel. Auch in diesem stecken echte Früchte. Besonders viele in den Sorbetsorten. Und auch das schmeckt man. „Du glaubst: Du stehst am Erdbeerfeld und beißt in eine Erdbeere“, schwärmt Josef Gebetsberger. „Erdbeere ist ein Klassiker“, verrät er. Aber auch Marille kommt gut an. Und Kriecherl. Eierlikör wiederum mögen besonders die Damen, verrät er. Diese Sorte zählt zu den Sahneeissorten. Aus hofeigener frischer Milch und Sahne. Wie etwa auch Mohn oder Kokos-Pinacolada … Letzteres mag Gebetsberger auch selbst sehr. Wie auch Marille und eigentlich auch die anderen Sorten. „Ich muss jede Charge kosten“, beschreibt er. Und das hat wirklich Vorteile: „Man freut sich immer wieder.“


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