Erstellt am 23. Dezember 2015, 05:48

Alko-Unfall nach Feier. Crash zwischen zwei Fahrzeugen: Einer der Lenker schwer alkoholisiert und musste den Führerschein abgeben.

 |  NOEN, Symbol/Baldauf

Dass das Konsumieren von alkoholischen Getränken und das Lenken eines Autos keine gute Kombination ist, hat sich am letzten Donnerstagabend wieder einmal gezeigt. Denn was zunächst wie ein unglücklicher Auffahrunfall auf der Budapester Bundesstraße (B10) gegen 22.45 Uhr ausgesehen hatte, entpuppte sich schnell als Unfall, Status post ausgiebiger Alkoholkonsum. Doch zuerst zum Unfallhergang:

Zuerst in Straßengraben, dann noch gegen Baum

Ein Peugeot mit einem WU-Kennzeichen, der gerade von Rauchenwarth kommend links in die Bundesstraße in Fahrtrichtung Schwechat abgebogen war, wurde wenige Meter später von einem nachfahrenden Pkw mit starker Wucht touchiert und dabei anschließend in den Graben geschleudert. Die beiden Insassen des Vorderfahrzeuges hatten aber großes Glück, da ihr Auto zwar einen Alleebaum erwischt hatte, zu diesem Zeitpunkt die Geschwindigkeit jedoch nicht mehr besonders hoch gewesen sein dürfte.

Drei Insassen von der Rettung abtransportiert

„Das hätte auch ganz anders ausgehen können“, so einer der Retter. Nichtsdestotrotz wurden die beiden Insassen des Vorderfahrzeuges sowie der Beifahrer des zweiten Pkw ins Landesklinikum Baden gebracht, „weil in Mödling das Computertomographie-Gerät defekt war“. Akute Lebensgefahr bestand aber bei niemandem laut Rotem Kreuz, das mit insgesamt drei Einsatzfahrzeugen vor Ort war. Die anwesende Notärztin, Eva Krystallidis, konnte alle drei Patienten nach der Erstbegutachtung und Versorgung an den Rettungsdienst übergeben. Die Verletzten befinden sich bereits auf dem Weg der Besserung.

Während für den Peugot-Lenker der routinemäßig durchgeführte Alkomat-Test negativ ausfiel, zeigte beim „auffahrenden“ Lenker, einem 36-Jährigen aus Wien-Simmering, das Gerät satte 1,5 Promille an. Der junge Mann war eigenen Angaben zufolge mit einem Arbeitskollegen auf dem Weg nach Hause – nach ihrer Weihnachtsfeier.

Der Wiener musste den Führerschein an Ort und Stelle abgeben, die Autoschlüssel der Exekutive übergeben und wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr bei der zuständigen Behörde angezeigt. Bei einer ersten Einvernahme gab der Beschuldigte an, das Auto einfach übersehen zu haben.