Erstellt am 15. April 2016, 05:54

von Raimund Novak

Altes Wassernetz soll verkauft werden. Leitungen befinden sich in einem überaus desolaten Zustand. Energieversorger EVN soll den Betrieb übernehmen.

Die Lecks in den Wasserleitungen haben bereits einen finanziellen Schaden angerichtet.  |  NOEN, Foto: privat

„Ein Drittel unseres Wassers versickert im Boden, das bedeutet einen finanziellen Schaden von 50.000 Euro jährlich“, erläutert SP-Bürgermeister Jürgen Maschl die Gründe, weshalb der Gemeinderat an einem Verkauf des Wasserleitungsnetzes an die EVN interessiert ist.

„Viele Leitungen sind bereits 50 Jahre alt und müssten um mehrere 100.000 Euro repariert werden. Einige undichte Stellen sind bis heute nicht lokalisierbar. Wassergebührenerhöhungen könnten dann die Folge sein. Daher gibt es die Überlegung, ob eine Abgabe wirtschaftlich günstiger für die Bürger wäre“, so Maschl gegenüber der NÖN. Ein Angebot des Energieversorgers EVN liegt nun vor.

„So schnell wird keine Entscheidung fallen“

Eine Steuerberatungskanzlei prüft gerade die Vertragsbedingungen. „Die Bürger brauchen keine Angst haben. Wir verkaufen unser Wasser nicht. Wir waren bisher auch nur Zwischenhändler, indem wir das Wasser von der EVN gekauft und dann an die Bürger weiterverkauft haben“, möchte Maschl große Aufregung unter den Schwadorfern vermeiden.

Auch VP-Gemeinderat Josef Seyer meint dazu: „So schnell wird keine Entscheidung fallen. Wir werden noch Erfahrungen anderer Gemeinden einholen und prüfen, ob es sich wirtschaftlich lohnt.“