Erstellt am 03. März 2016, 05:39

von Gerald Burggraf

Bilanz 2015: 59 Fahrten pro Tag für das Rote Kreuz. Die Rettungsorganisation war in Summe 95.838 Stunden im Einsatz und musste dabei über 21.000 Mal in Notfällen ausrücken.

Das Rote Kreuz Schwechat kann auf eine umfangreiche Leistungsbilanz vom vergangenen Jahr zurückblicken.  |  NOEN, Foto: RK Schwechat

Das vergangene Jahr war erneut ein intensives für das Rote Kreuz Schwechat. Insgesamt wurden von hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeitern 95.838 Stunden aufgewendet. Alleine die 246 Ehrenamtlichen leisteten über 52.000 unentgeltliche Stunden, das entspricht im Durchschnitt 26 Arbeitstagen pro Person.
Eine Steigerung von rund drei Prozent gegenüber dem Jahr 2014 verzeichnet das Rote Kreuz bei den Ausfahrten. So mussten die Mitarbeiter über 21.000 Mal zu Notsituationen ausrücken.

„Das sind durchschnittlich 59 Ausfahrten pro Kalendertag“, rechnet Bezirksstellengeschäftsführer Markus Palkowitz vor. Auch die gefahrenen Kilometer lassen sich sehen. So hätte das Schwechater Rote Kreuz mit den knapp 767.000 Kilometern die Erde am Äquator 19 Mal umrunden können. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Beanspruchung der Dienstfahrzeuge wurden 2015 jeweils zwei neue Rettungsfahrzeuge sowie Behelfskrankentransporter angeschafft.

Derzeit 29 ehrenamtliche Mitarbeiter 

Verstärkt investiert wird zudem für die Angebotspalette bei „Gesundheit und Soziales“ der Bezirksrettungsstelle. „Dieser sehr wichtige Bereich wird auch in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. In Schwechat sind derzeit 29 ehrenamtliche Mitarbeiter mit dem Ausbau beschäftigt und haben bereits tolle Ergebnisse erzielt“, erläutert Palkowitz.

Darunter fallen etwa Dienstleistungen wie das Notruftelefon (die NÖN berichtete), der Seniorentreff, Betreutes Reisen oder die Krisenintervention. Im vergangenen Jahr wurden für die Gesundheits- und Sozialen Dienste knapp 6.000 Stunden aufgewendet. „Das entspricht circa 755 Arbeitstagen von jeweils acht Stunden“, lobt der Bezirksstellengeschäftsführer.

Neben zahlreichen Kursangeboten für interessierte Bürger oder Führerschein-Anwärter sowie die eigene Mannschaft war das Vorjahr sicher von der Flüchtlingsbetreuung am Flughafen oder im Multiversum gekennzeichnet. „Nicht vergessen darf man den Dank an die Bevölkerung, welche uns durch Mitgliedsbeiträge und Spenden wieder tatkräftig unterstützt hat“, unterstreicht Palkowitz abschließend.

Zahlen und Fakten

• Die Einsätze:
Notarzteinsätze 1.614
Rettungseinsätze 6.696
Krankentransporte 13.044

• Der Aufwand (in Stunden):
Hauptamtliche 13.908
Zivildiener 29.773
Ehrenamtliche 52.157

Jeder Freiwillige leistete 212 Stunden oder 26 Arbeitstage.