Erstellt am 08. Juni 2016, 05:25

von Susanne Müller

Flüchtlingsfrage: Rüge für Hotelier wegen Hetzbrief. Zahlreiche Gerüchte in Facebook und ein Brief eines Bruckers riefen umfangreiche Gegendarstellung im Gremium hervor.

Im Brucker Rathaus sieht man sich dazu veranlasst, noch mehr Information und Transparenz zum Thema Asyl walten zu lassen. Vom »Zündeln und Polarisieren«, wie SP-Stadtchef Richard Hemmer betont, halte man nichts.  |  NOEN, Foto: Müller

Gleich auf zweifache Weise kam in der Vorwoche das Thema Asyl auf die Tagesordnung des Brucker Gemeinderats. Zum einen hatte die ÖVP-Fraktion per Dringlichkeitsantrag eingefordert, dass die Stadt zur Flüchtlingssituation im Gemeindegebiet aktiv informieren und auch zu diversen Gerüchten Stellung beziehen solle.

Zum anderen verlas SP-Bürgermeister Richard Hemmer einen Brief des Brucker Hotelbetreibers Josef Rumpler, der, an den Gemeinderat und die Medien gerichtet, die Flüchtlingspolitik des Stadtchefs anprangerte. Demzufolge gehe in Bruck die Angst um, weil es immer wieder Belästigungen durch Flüchtlinge gäbe.

Behauptungen entschieden zurückgewiesen 

Sowohl SP-Bürgermeister Richard Hemmer als auch die anderen Mandatare wiesen Behauptungen und Anschuldigungen, wie sie im Brief genannt wurden, aber auch im Facebook immer wieder auftauchen, entschieden zurück. Einig war man sich auch, dass man derartigen Fehlinformationen mit noch mehr Transparenz und Kommunikation begegnen wolle.

Zum Antrag der ÖVP kam in der Sitzung noch ein Zusatzantrag von SP-Stadtrat Josef Newertal. Demnach soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die über den Sommer evaluieren soll, ob die Gemeinde noch mehr Maßnahmen als bisher ergreifen kann und soll, um die Bevölkerung zu informieren. Beide Anträge wurden einstimmig angenommen.

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