Erstellt am 02. März 2016, 11:35

von NÖN Redaktion

Brutaler Raub doch nicht in Schwechat!. News zum Teenie-Raubüberfall vom Sonntag: Beraubter 14-Jähriger gab falsche Örtlichkeit zu Protokoll. In Wirklichkeit spielte sich alles in der Bundeshauptstadt ab. Gute Nachricht: Die sechs Täter, inklusive dem mutmaßlichen Haupttäter, sind indes ausgeforscht und angezeigt!

Falscher Tatort: Überfallener Teenager gab Schwechat an, weil die Eltern ihm Wien-Aufenthalte verboten hatten ...  |  NOEN, Obernberger, NÖN

Seit Montag berichtete NÖN.at ausführlich über einen Überfall auf einen 14-jährigen Schüler mitten im Zentrum von Schwechat.

Wie berichtet, wurden dem Jugendlichen von mehreren Gleichaltrigen mehr als 20 Faustschläge verpasst und dabei 25 Euro entwendet. Von der Tätergruppe fehlte vorerst jede Spur (

und unten).

Dass eine solche Tat, eben im Stadtkern, am frühen Sonntagabend niemandem aufgefallen war, kam vielen NÖN-LeserInnen bereits komisch vor. „Wie kann es das geben?“ und ähnliche Kommentare waren in diversen Online-Diskussionen zu lesen. Zurecht, wie sich nun herausstellte!

17-jähriger Haupttäter in Untersuchungshaft

Denn heute, Mittwoch, gab die ermittelnde Polizei bekannt, dass zwar alles so geschehen ist, wie es der 14-Jährige und eine Freundin von ihm in der Einvernahme geschildert haben, nur der Ort des brutalen Übergriffs war eben nicht in der Braustadt, sondern im benachbarten 11. Wiener Gemeindebezirk Wien-Simmering, genauer gesagt am Leberberg.

Weil es dem Beraubten von seinen Eltern verboten worden war, sich in Wien aufzuhalten, hätte er Angst vor Konsequenzen gehabt und daher falsche Informationen angegeben, gab er schließlich zu und entschuldigte sich dafür. Alles andere dürfte aber genau so passiert sein, wie es der Teenie schilderte.

Einer der Verdächtigen bestätigte nämlich die Vorwürfe und half den Beamten bei der Suche nach den weiteren Komplizen, inklusive des heiß gesuchten Hautpbeschuldigten.

Mit Erfolg! Denn die positive Nachricht in diesem Fall: Sowohl der mutmaßliche Haupttäter, ein 17-Jähriger mit afghanischer Staatsbürgerschaft, als auch fünf weitere Mittäter – allesamt in Wien wohnhaft – konnten durch den Kriminaldienst ausgeforscht werden.

Während über den 17-Jährigen Untersuchungshaft verhängt wurde, wurden die weiteren Beschuldigten auf freiem Fuß angezeigt. Die Wiener Exekutive hat nun den Fall übernommen, die Staatsanwaltschaft Wien führt die Ermittlungen.

NÖN.at hatte berichtet: