Erstellt am 01. Juni 2016, 11:11

von APA/Red

Drohung mit Gaspistole: Waffenverbot für FPÖ-Vizebürgermeister. Markus Vetter, FPÖ-Vizebürgermeister von Gramatneusiedl, soll einen Nachbarn bedroht haben. Er selbst will zuvor mit einem Messer bedroht worden sein. Das Messer wurde allerdings nicht gefunden.

FP-Vize Markus Vetter: »Eine Enthaltung hätte das Abstimmungsergebnis nicht verändert.  |  NOEN, Gemeinde
Montagabend in Gramatneusiedl im Bezirk Wien Umgebung: Bei einem Streit zwischen Markus Vetter und einer Nachbarin in einem Mehrparteienhaus soll es laut NÖ Polizeisprecher Johann Baumschlager zu einer Drohung gekommen sein. Auslöser war, dass der Hund des Kommunalpolitikers ohne Leine unterwegs gewesen sein soll und die Frau eines türkischen Nachbarn angebellt habe. Der Mann der Nachbarin soll ihn daraufhin mit einem Rasiermesser bedroht haben, sagt Vizebürgermeister Markus Vetter.  

Allerdings wurde dieses Messer, wie Polizeisprecher Baumschlager am Mittwoch der NÖN sagte, bislang nicht gefunden.

„Ich hatte Angst, fürchtete um das Leben meiner Frau und um mein eigenes“, beschreibt Markus Vetter die angebliche Bedrohung durch den Nachbarn. Unter Schock sei er in seine Wohnung gelaufen, um eine Schreckschusspistole zu holen. Wegen der offensichtlich brisanten Situation wurde zunächst sogar das Einsatzkommando Cobra angefordert, dann jedoch wieder zurückgerufen, sagte Baumschlager.
 
Laut Polizeisprecher war der Vizebürgermeister alkoholisiert, er wurde beim Eintreffen der Polizei auf dem Gehsteig vor dem Wohnobjekt angetroffen. Bei einer Hausdurchsuchung wurde eine Gaspistole samt Munition sichergestellt. Gegen Vetter wurde ein Waffenverbot erlassen.