Erstellt am 11. November 2015, 12:08

von Gerald Burggraf

Einigung erzielt: Busse fahren länger. Neuer Fahrplan | Die Linie 226 wird nun doch erst spät abends das letzte Mal von Wien nach Leopoldsdorf verkehren.

Ab 13. Dezember wird es weiterhin in den späteren Abendstunden eine öffentliche Verkehrsverbindung nach Wien geben.  |  NOEN, Gerald Burggraf

Nicht nur in Leopoldsdorf, sondern auch in Himberg und Maria Lanzendorf war die Aufregung groß, als bekannt wurde, dass die Abendverbindungen der Buslinien 226 und 227 von Wien nach Himberg gestrichen werden. Von Montag bis Freitag wäre in ab 13. Dezember geltenden Fahrplan nach 21.55 Uhr, Samstag und Sonntag sogar noch früher, kein Bus mehr gefahren.

Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) erhielt daraufhin irritierte Stellungnahmen seitens der Kommunen, etwa von ÖVP, Bürgerliste und SPÖ aus Leopoldsdorf, aber auch von den Grünen sowie der Gemeinde Maria Lanzendorf.

Nach intensiven Verhandlungswochen gibt es nun ein kollektives Aufatmen. Die Verkürzung wurde zurückgenommen, der letzte Bus auf der Strecke von Wien nach Himberg fährt demnach unter der Woche sowe am Samstag um 23.25 Uhr vom Hauptbahnhof weg. Einzig die Sonntagsverbindung endet um 21.55 Uhr.

„Wir haben das erreicht, was wir wollten“, freut sich VP-Bürgermeister Fritz Blasnek. Durch schnelles Handeln und beharrliche Verhandlungen habe man die Situation entschärfen und Verschlechterungen verhindern können.

„Wir versuchen, den Spagat zwischen
einem zufriedenstellenden Angebot und
wirtschaftlich effizienten Leistungen
zu schaffen.“
VOR-Sprecher Jürgen Pogadl

Bei der Bürgerliste Leopoldsdorf ist man mit dem positiven Ausgang ebenfalls zufrieden. „Ich freue mich, dass Sachpolitik und gemeinsamens Engagement über alle Parteigrenzen hinweg erfolgreich war“, so Listenchef Helmut Syrch.

In Jubelstimmung verfällt man auch bei der SPÖ. „Ich bin sehr erleichtert, dass die Stimmen aus unserer Bevölkerung gehört wurden“, meint SP-Verkehrssprecherin Andrea Scharf. Der rote Bezirkschef spricht überhaupt von einem Erfolg mit „vereinten Kräften“ aller betroffenen SP-Bürgermeister und Ortsorganisationen.

Beim VOR ist man mit den im Vorfeld abgehaltenen Gesprächsrunden zur Nachjustierung ebenfalls zufrieden. „Wir versuchen, den Spagat zwischen einem zufriedenstellenden Angebot und wirtschaftlich effizienten Leistungen zu schaffen“, so Sprecher Jürgen Pogadl. Dafür habe VOR die Gemeindeinfogespräche im Rahmen der Ausschreibung Anfang Oktober auch abgehalten, betont er.