Himberg

Erstellt am 08. Juli 2016, 05:27

von Otto Havelka

„Himberg“ baut aus. Mit Anfang Juni verdoppelt das Business-Hotel fast seine Kapazität – der Erfolg des Unternehmens war gut geplant.

Wolfgang und Christina Zednicek sind mit dem Business-Hotel „das Himberg“ auf Expansionskurs.  |  Havelka

Das Hotelgeschäft in Himberg ist oft ein kurzfristiges. Im Durchschnitt bleiben die Gäste nur eineinhalb Tage, von Montag bis Donnerstag sind die Zimmer von Geschäftsleuten voll ausgebucht. „Da hatten wir bei Anmeldungen zum Teil schon Wartezeiten von zwei Wochen“, weiß Wolfgang Zednicek, Ehemann der Geschäftsführerin Christina Zednicek.

Wer im Businessbereich auf kurzfristige Anfragen nicht reagieren kann, verliert schnell potenzielle Stammkunden.

Fünf Jahre nach der Eröffnung erweiterte „das Himberg“ daher seine Kapazität auf fast das Doppelte. Mit Anfang Juni wurde ein großzügiger Zubau eröffnet, die Anzahl der Zimmer von 40 auf 69 aufgestockt. „Damit sind wir jetzt gut aufgestellt“, ist Zednicek überzeugt. In Summe hat die Familie Zednicek-Gutscher als Eigentümer des „Himberg“ bislang rund fünf Millionen Euro in das Projekt investiert.

Als Basis für das Unternehmen diente eine Studie aus dem Jahr 2010, der zufolge ein Business-Hotel an diesem Standort gute Chancen hätte.

Hoffen auf lokalen Kundenzuwachs

Tatsächlich sorgen Firmenkunden aus der Region zwischen Schwechat und Wiener Neudorf für eine beachtliche Auslastung von 75 Prozent rund ums Jahr. An den Wochenenden, wenn Business-Kunden Mangelware sind , versucht man mit Gästen des nahen Golfklubs oder des Reitstalls, Hochzeitsgästen und Reisegruppen die Auslastung hochzuhalten.

Mittlerweile würden auch Bewohner aus Himberg am Wochenende gerne zum Frühstück ins „Himberg“ bekommen, erzählt Christina Zednicek, Chefin von insgesamt 16 Mitarbeiterinnen. Die ausschließlich weibliche Belegschaft verrichtet offensichtlich gute Arbeit. Laut Bewertungen auf der Website der Hotel-Metasuche „trivago“ liegt „das Himberg“ an zweiter Stelle in Niederösterreich.

„Wir würden uns nur wünschen, dass mehr Himberger unsere Weinbar besuchen“, hofft Zednicek auch auf lokalen Kundenzuwachs.