Schwechat

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:19

von Gerald Burggraf

Heizungs-Vertrag auf neue Beine gestellt. Neuverhandlung mit Wien Energie. Stadt hofft auf Ende der massiven Preisschwankungen für Gemeindebau-Mieter.

Verbesserungen erreicht? Die nächste Heizperiode wird es zeigen.  |  NOEN

Heizen ist nicht gleich heizen, zumindest in einigen älteren Gemeindebauten Schwechats. Vielfach ärgerten sich die Mieter über horrende Fernwärme-Abrechnungen von Lieferant „Wien Energie“.

Damit konfrontiert versprach die rot-grüne Koalition Verbesserungen und trat mit dem Energieversorger in Nachverhandlungen. Im geltenden Fernwärmevertrag sei „kein Vorteil für die Stadt und die Bewohner erkennbar“, merkte etwa Bürgermeisterin Karin Baier (SP) noch im November des vergangenen Jahres an.

Die Opposition ätzte hingegen, dass dieses Thema schon längst hätte geklärt werden müssen. Mittlerweile ist dies auch geschehen. Der Vertrag mit „Wien Energie“ wurde auf neue Beine gestellt. „Ich bin froh, dass wir das geschafft haben. Die Heizkosten sind nun nicht mehr wie bisher vom Ölpreis abhängig“, freut sich Vizestadtchefin Brigitte Krenn (Grüne). Die Bindung an den Ölpreis sei aus ihrer Sicht ein Mitgrund für die enormen Schwankungen gewesen.

Sämtliche Preisschwankungen vom Tisch

Der neue Vertrag zieht für die Berechnung nun den Gaspreis sowie den allgemeinen Heizkostenindex heran. Darüber hinaus wurden die Entgelte für Messung und Verrechnung der Heizkosten für die Mieter gesenkt. „Zusätzlich konnte erreicht werden, dass die neuen Konditionen bereits rückwirkend mit 1. Jänner 2016 wirksam werden“, so Krenn.

Bürgermeisterin Karin Baier betont, dass man „den Vertrag durch externe Experten prüfen“ hat lassen und „so das optimale Ergebnis für die Schwechater“ erzielen konnte. „Wien Energie“ wird die betroffenen Haushalte über die Neuerungen im Vertrag und die Vorgangsweise informieren. Neben einer schriftlichen Information wird es auch Infoveranstaltungen geben. Auf NÖN-Anfrage wollte man sich nicht dazu äußern, da es sich um einen Privatvertrag handle.

Dass sämtliche Preisschwankungen nun vom Tisch sind, will die Vizebürgermeisterin aber nicht versprechen. „Besser wird es aber sicher“, so Krenn. Denn auch die Gemeinde müsse ihre Hausaufgaben erledigen und die Gemeindegebäude instand setzen. „Dafür haben wir die Einnahmen aus einem Grundstücksverkauf für die Wohnhaussanierung zweckwidmen lassen“, erläutert sie.