Erstellt am 01. November 2015, 09:02

Feuerwehr Himberg stellt Weichen. Erstmals können auch Mädchen bei der Jugendfeuerwehr Himberg mitmachen. Sie waren sofort "Feuer und Flamme" und trainierten bereits Szenarien.

Auch eine Bootsfahrt in Klosterneuburg stand am Programm.  |  NOEN, Foto: privat

Seit drei Wochen haben sich interessierte Mädchen die Jugendfeuerwehr Himberg angesehen und waren sofort „Feuer und Flamme“. Bei ihrer ersten Jugendstunde konnten sie Maßnahmen bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen kennenlernen und die Gerätschaften für die Menschenrettung selbst handhaben.

Am zweiten Mittwoch war’s dann soweit, als Übung Szenario war ein Pkw-Brand, wo sie die ersten Löschversuche selbst durchführen konnten.

Bei der dritten Jugendstunde war dann das nächste Übungsthema an der Reihe: Ein Automechaniker wurde bei Reparaturarbeiten von einem Auto eingeklemmt – wie wird dieser gerettet? „Diese sind nur einige wenige Szenarien die wir bei unseren Jugendstunden mit unserem Feuerwehrnachwuchs für die „aktive Zeit“ im Feuerwehrwesen üben“, berichtet Jugendbetreuer Eduard Wegscheider. „Natürlich haben wir auch Sport, Besichtigungen, Bewerbe mit Zeltlager und vieles mehr im Programm.“

Die Jugendstunden finden nur während der Schulzeit, jeden Mittwoch von 18 bis 20 Uhr statt. Interessierte Mädchen und Burschen aus Himberg, Pellendorf und Velm im Alter von 10 bis 14 Jahren mögen einfach am Mittwoch zur Jugendstunde ins Feuerwehrhaus kommen.

Für interessierte Frauen und Männer ab dem 15 Lebensjahr, ist jeder Donnerstag ab 18 Uhr, ein Fixtermin, denn da treffen sich wöchentlich die „Aktiven“ im Feuerwehrhaus Himberg.

jugendfuehrer@feuerwehr-himberg.at
 


Kommandant Michael Berger im Gespräch:

x  |  NOEN, FF Himberg
NÖN: Seit drei Wochen sind in der Himberger Feuerwehrjugend auch Mädchen aktiv. Wie kam es zu dieser Weichenstellung?
Michael Berger: Wir haben jetzt eine weibliche Aufsichtsperson bei uns, die von der Feuerwehr Maria Lanzendorf nach Himberg gewechselt ist. 


Bis zum vorigen Jahr haben sich Mädchen einfach nicht für die Feuerwehr interessiert, also war auch kein Bedarf da. Wir haben mittlerweile insgesamt 21 Burschen und Mädchen im Nachwuchs, auch aus Pellendorf und Velm, und sind damit schon an unsere Kapazitätsgrenzen geraten.

Wird es nun künftig auch Frauen in der Hauptmannschaft der Feuerwehr geben?
Berger: Das ist mit der Jugendbetreuerin bereits der Fall. Wir stehen da natürlich nicht im Weg, bislang hat einfach das Interesse gefehlt.

Feuerwehren sind nach wie vor eher männlich dominiert – warum ist das so?
Berger: Ich denke, das ist einfach von Alters her so gewachsen, das entsteht aus der Tradition.