Erstellt am 24. März 2016, 06:04

von Gerald Burggraf

Brand verursachte 700.000 Schaden. Fast vier Monate nach Flammenmeer erinnern nur ein paar Betonsteher an das Asfinag-Gebäude. Neubau ab Juli.

Die Raststation nach dem Brand  |  NOEN, Burggraf

Sieben Feuerwehren mit 130 Mann standen Anfang Dezember des Vorjahres im Dauereinsatz. Grund dafür war ein Brand am Rastplatz auf der Ostautobahn A4 bei Fischamend. Schon damals war man davon ausgegangen, dass ein in Brand geratener Mistkübel das Inferno ausgelöst hatte.

Mittlerweile wurde dieses Szenario von den Brandermittlern der Polizei auch bestätigt, wie der Autobahnbetreiber Asfinag auf NÖN-Anfrage bekannt gibt. Die Flammen waren damals für die Einsatzkräfte vor allem wegen des starken Windes schwer unter Kontrolle zu bringen. Deshalb hätte die Wärmeentwicklung im Mistkübel auch ausgereicht, das Flugdach in Brand zu setzen. Von dort aus breitete sich das Feuer rasch aus.

Schaden zwischen einer halbe Million und 700.000 Euro

Vom ehemaligen Gebäude mit WC, Duschen sowie technischen Räumen sind heute nur noch ein paar Betonpfeiler übrig. Die Brandruine wurde von Mitarbeitern der Asfinag abgetragen. Im Juli soll nun der Neubau gestartet werden. „Ende Oktober sollte die neue Infrastrukturzeile fertig sein“, erläutert man beim Autobahnbetreiber.

Die gesamte Schadenssumme beläuft sich auf eine halbe Million bis zu 700.000 Euro. Darin ist aber auch schon der Wiederaufbau enthalten, wie man bei der Asfinag erklärt. Versichert war der Rastplatz übrigens nicht. Der Grund ist leicht erklärt: Die Prämien für alle Gebäude wären höher als die mitunter anfallenden Schäden.
Der Rastplatz ist auch derzeit offen, ein Container-WC wurde derweilen aufgestellt.