Erstellt am 05. November 2015, 05:12

von Benjamin Mühlbacher

Die musikalische Breite findet „Stadt“. Mit der siebenten Auflage des Festivals konnte die Stadt eindrucksvoll ihren musikalischen Reichtum zeigen.

Martin Edelmann und »SuperToaster« heizten gewaltig ein.  |  NOEN, Mühlbacher

Im gut besuchten Stand Up Club ging vergangenes Wochenende das siebente Fischamender Festival über die Bühne. Da der Club seit Langem die regionale Musikszene mit Auftrittsmöglichkeiten unterstützt, steht über dem Festival von Richard Schuh das Motto: „Support your Local Acts“. Und das kommt bei den Menschen gut an.

In einer der vorderen Reihen steht Sabrina. Es sei einfach schön, sagte sie, dass die Region in und um Fischamend eine derartige musikalische Bandbreite habe und die Bands „sich vor wirklich niemandem verstecken müssen“.

Lokalbezug in jeder Formation

Zumindest ein Bandmitglied muss aus der Stadt Fischamend stammen. So lautet die Vorgabe der Festivalveranstalter. Auf die Highlights der vergangenen Jahre angesprochen, meint Veranstalter Richard Schuh: „Ich würde da nicht unbedingt irgendwelche Highlights rauspicken, vielmehr sehe ich das Fischamender Festival eher als eine Art Klassentreffen, wo sich alljährlich gut befreundete Musiker die Klinke in die Hand geben, sich gegenseitig unterstützen und für die Gäste immer wieder einen tollen Abend zusammenstellen.“

Bis jetzt fand das Festival meist im Rahmen der langen Nacht der Museen statt, heuer bestritt es allein den Abend. Und die Nacht wurde für alle Gäste wieder lang. Die Musikschule Fischamend, The Other Kind, The Bobcats, Mantan, Supertoaster und Naca 7 sorgten an diesem Abend für Stimmung.

Zumindest ein Bandmitglied jeder Formation muss
aus Fischamend stammen.“ Richard Schuh Stand Up Club

Doch was unterscheidet das Fischamender Festival von anderen Veranstaltungen dieser Art, von denen es im Bezirk Schwechat schon einige gibt? „Bei unserem Festival achten wir darauf, dass sich die Preise in einem angenehmen Rahmen befinden, wodurch sich auch die wirklich jungen Gäste einmal ein Livekonzert anschauen können. Außerdem wird das Eintrittsgeld zur Gänze direkt an die Bands weitergegeben. Natürlich geht sich damit keine Reise auf die Malediven aus, aber nachdem sich viele Bands über die Jahre immer wieder gerne dazu bereit erklären zu spielen, kommt es anscheinend nicht wirklich auf die Kohle an und das ist gut so“, sagt Richard Schuh mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck.

Zurück zu Sabrina: Sie ist nach dem Gig der „Bobcats“ etwas verschwitzt an die Bar im hinteren Bereich des Clubs gekommen. „Und jetzt geht die Party ab“, sagt sie knapp und macht sich mit einem Getränk wieder auf in Richtung Bühne. Dort warten bereits Martin Edelmann und seine Band „SuperToaster“ um den Groove, der sich mittlerweile unter den Besuchern breitgemacht hat zu übernehmen. Spätestens jetzt ist der Abend für die Veranstalter gelaufen: Die Stimmung ist sehr gut, die Musik ist laut und die Menschen tanzen vor der Bühne.
Auf das Festival in fünf Jahren angesprochen, ernten wir an diesem Abend nur ein schallendes Lachen von einem zufriedenen Richard Schuh: „Da werden wir das 10. Fischamender Festival abhalten. Mit einem Open Air vor 12.000 Menschen.“

Das Festival

• Das Fischamender Festival will sich von anderen Veranstaltungen unterscheiden und verstärkt Lokalbezug herstellen.

• Zumindest ein Bandmitglied jeder Formation muss aus der Stadt Fischamend stammen.

• Der Stand Up Club will durch moderate Preise auch jüngeren Besuchern ein Live Konzert ermöglichen.

• Das Eintrittsgeld fließt zur Gänze an die auftretenden Bands weiter und fördert so das Fischamender Kulturleben.